DruckenPDF

Blitzer: Die sieben häufigsten Fragen

Rund 2,8 Millionen Autofahrer bekommen jährlich Punkte in Flensburg, weil sie mindestens 21 km/h zu schnell unterwegs waren. Bis zu 1500 Mitglieder melden sich unter anderem deshalb jeden Tag in der Rechtsberatung des ADAC. Die sieben häufigsten Fragen zum Thema Geschwindigkeitsverstöße. 



  • Sind die Messgeräte zuverlässig?
    Die sind in der Regel korrekt. Nur in wenigen Fällen lassen sich technische Fehler oder eine falsche Bedienung nachweisen. Wenn Sie aber überzeugt sind, dass etwas nicht stimmt, sollten Sie Ihren Anwalt Akteneinsicht nehmen lassen und mit ihm besprechen, ob sich ein Sachverständigengutachten lohnt.


  • Kann ich mein Fahrverbot in eine höhere Geldbuße umwandeln?
    Nur, wenn Sie gute Gründe haben: Insbesondere, wenn Ihnen die Kündigung Ihres Arbeitsplatzes droht, weil Sie nicht Auto fahren dürfen. Dann kann gegen eine höhere Geldbuße – meist wird verdoppelt – vom Fahrverbot abgesehen werden. Aber: sich freikaufen geht nicht.

 

  • Ich habe wegen 13 km/h zu viel kein Verwarnungsgeld, sondern gleich einen teuren Bußgeldbescheid bekommen. Warum?
    Das kann passieren, wenn das Verwarnungsgeldschreiben in der Post verloren geht – das wertet die Behörde als "nicht bezahlt" und erlässt einen Bußgeldbescheid: Dann werden neben 25 Euro Strafe auch 28,50 Euro Verfahrenskosten fällig. Wer eine Verkehrsrechtsschutzversicherung hat, bekommt das Geld erstattet.

 

  • Ich bin ein 18-jähriger Fahranfänger und mit 21 km/h geblitzt worden. Verlängert sich meine Probezeit?
    Ja, von zwei auf vier Jahre. Außerdem müssen Sie ein Aufbauseminar in einer Fahrschule besuchen. Kosten: circa 250 Euro.

 

  • Ich musste schnell zum Flieger. Komme ich damit um ein Fahrverbot herum?
    Nein, wenn es sonst nichts Entlastendes gibt. Im Gegenteil: Wer sich rechtfertigt, gibt zu, dass er absichtlich zu schnell gefahren ist. Und bei Vorsatz wird die Geldbuße verdoppelt.

 

  • Ich habe das Tempo-30-Schild glatt übersehen. Lohnt sich ein Einspruch?
    Kaum. Die Frage ist, ob das Schild ausreichend gut zu erkennen war – das prüft die Polizei, wenn sie die Messstelle einrichtet.


  • Reicht ein schlechtes Foto?
    Das Foto muss eine zweifelsfreie Identifizierung erlauben. Bleiben beim Gericht Bedenken, kann es einen Gutachter einschalten oder das Verfahren gleich einstellen. Allerdings droht dem Halter dann eine Fahrtenbuchauflage.


Mehr zum Thema lesen Sie im großen Blitzer-Report in der ADAC Motorwelt 9/2015.


Für ADAC Mitglieder kostenlos



– Mitgliedschaft –

Vorteile bei Shell

Mitglieder sparen an allen teilnehmenden Stationen in Deutschland 1 Cent* pro Liter Kraftstoff. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität