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Was tun bei Flugangst?

07.07.2016

Flugzeug

Für manche beängstigend: Die röhrenartige Form eines Flugzeugs.

Das Flugzeug ist das sicherste aller Verkehrsmittel. Menschen mit Flugangst bekommen dennoch Panik an Bord. Doch es gibt Hilfe für Betroffene. Der ADAC informiert und gibt Tipps.


Auch wenn die Urlaubsvorfreude noch so groß ist, der Flug ans Ziel wird für manche Menschen zur Qual. 60 Prozent der Passagiere empfinden ein leichtes Unbehagen*, Angst oder gar Panik. Nervosität beim Fliegen kann verschiedene Ursachen haben. Wer unter Platzangst leidet, fürchtet sich vor der Enge und der röhrenartigen Form von Flugzeugen. Andere haben Schwierigkeiten, die Kontrolle an die Piloten abzugeben. Viele haben zudem Angst vor Flugzeugunglücken. Dazu zählt die Furcht vor starken Turbulenzen ebenso wie vor Flugzeugabstürzen.


Grundsätzlich erfüllen Ängste die Aufgabe, Menschen vor unnötigen Risiken zu schützen. Bei der Flugangst handelt es sich allerdings um eine irrationale Form der Angst. Flugzeuge sind nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel. Doch Statistiken helfen den Betroffenen in der konkreten Situation nicht: Flugangst ist erlernt. Symptome wie starkes Schwitzen und verkürzte Atmung begleiten das Gefühl, sich im Flugzeug in einer Stresssituation zu befinden. Die Wahrnehmung dieser körperlichen Reaktionen verschlimmern diese oft - wodurch die Angst noch größer wird.


Positive Flug-Erlebnisse helfen 


Darum sollten Betroffene sich immer wieder mit dem Fliegen auseinandersetzen. Wer es häufig vermeidet, mit dem Flugzeug zu reisen, verschlimmert seine Angst beim nächsten Flug. Denn mit jedem Flug steigern sich die positiven Erlebnisse, bei denen nichts passiert. Für Betroffene ist es wichtig, sich diese guten Erfahrungen im Nachhinein noch einmal bewusst zu machen.


Um den Flug trotz Unbehagen oder Angst so angenehm wie möglich zu gestalten, rät der ADAC, sich eine Fluggesellschaft auszusuchen, zu der man Vertrauen hat und bei der man sich wohlfühlt. Auch die Tageszeit kann entscheidend sein, da für einige Betroffene ein Flug in der Nacht noch mehr Unbehagen auslöst als am Tag. Viele Fluggesellschaften bieten auch in der Economy Class Plätze an, die mehr Beinfreiheit und Komfort bieten. So fühlt man sich weniger eingeengt und kann sich besser entspannen. 


Betroffene sollten nicht zögern, Flugbegleiter anzusprechen. Sie sind im Umgang mit Menschen, die unter Flugangst leiden, geschult und versuchen ihnen den Flug so angenehm wie möglich zu gestalten. Wer sich wegen der unbekannten Geräusche eines Flugzeugs fürchtet, kann über Kopfhörer Musik hören oder Filme schauen.


Bei Panik: Anspannung und Entspannung


Bei akuter Angst und Panik hilft es, tief ein- und auszuatmen. Zur Entspannung eignet sich progressive Muskelrelaxation. Dabei werden einzelne Muskelgruppen für etwa zehn Sekunden angespannt und dann abrupt wieder losgelassen. Dies kann man mit Beinen, Oberkörper, Armen und Gesicht machen. Der Unterschied zwischen gezielter Anspannung und gefühlter Entspannung kann helfen, unangenehme Verspannungen zu lösen. Wer sich auf die Übungen und die richtige Atmung konzentriert, ist außerdem von seiner Angst abgelenkt. 


Wenn die Angst sehr stark ausgeprägt ist, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Eventuell liegt eine Angststörung vor, die therapeutisch behandelt werden muss. Außerdem bieten viele Fluggesellschaften Seminare an, die auf technische und psychologische Aspekte der Angst eingehen. Am Ende des Seminars findet oft ein Flug in Begleitung von Psychologen statt.


*Quelle: www.flugangst.de


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