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Nur nüchtern fahren!

NuechternSteuer

Wer alkoholisiert fährt, gefährdet nicht nur sich und andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch seinen Führerschein. Denn Alkoholsündern am Steuer drohen hohe Strafen - und das nicht nur in der närrischen Zeit.


Wer mit nur 0,3 Promille ertappt wird, kann damit schon eine Straftat begangen haben – etwa, wenn er wegen seines Alkoholkonsums Schlangenlinien gefahren ist und ihm deswegen Fahruntüchtigkeit nachgewiesen wird. Den Führerschein muss er dann für mindestens sechs Monate abgeben, hinzu kommen eine Geldstrafe und drei Punkte in Flensburg.


Bei 0,5 bis 1,09 Promille ist mit einer Geldbuße von 500 Euro, einem Fahrverbot von einem Monat und zwei Punkten in Flensburg zu rechnen – auch, wenn der Fahrer nicht durch unsicheres Fahren aufgefallen ist. Er wird wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt. Wer schon einmal von der Polizei wegen Alkohol am Steuer erwischt wurde, bekommt als Wiederholungstäter nicht nur die doppelte Geldbuße und drei Monate Fahrverbot auferlegt, sondern muss zudem zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).


Eine Fahrt mit 1,1 Promille wird in jedem Fall als Straftat bewertet. In diesem Fall liegt immer Fahruntüchtigkeit vor. Dann kommt es nicht mehr darauf an, ob der Fahrer auffällig geworden ist. Die Geldstrafe beträgt ein bis zwei Monatsgehälter (30 bis 60 Tagessätze). Den Führerschein ist der Fahrer für mindestens sechs Monate los, und es gibt drei Punkte in Flensburg. Ob man bereits ab diesem Wert oder erst ab 1,6 Promille zur MPU muss, bevor nach Ablauf der Sperrfrist eine neue Fahrerlaubnis erteilt wird, hängt von den näheren Umständen ab.


Auch Radfahrer müssen aufpassen


Aber nicht nur die motorisierte Verkehrsteilnehmer müssen aufpassen, sondern auch Radfahrer. Wer mit 1,6 Promille auf dem Fahrrad unterwegs ist, begeht eine echte Straftat und bekommt neben einer Geldstrafe von meist einem Monatsgehalt (30 Tagessätze) zwei Punkte in Flensburg. Außerdem ist die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) Pflicht. Wer hier durchfällt, verliert die Fahrerlaubnis. Die Behörde kann das Radfahren sogar verbieten, wenn Wiederholungsgefahr attestiert wird.


Eine Promille-Grenze für Fußgänger gibt es nicht. Betrunkene Fußgänger, die einen Verkehrsunfall verursachen, müssen aber mit rechtlichen Konsequenzen rechnen und für einen Schaden haften.


Absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger


Ein absolutes Alkoholverbot besteht für Fahranfänger und junge Fahrer. Wer in der Probezeit oder unter 21 Jahre alt ist und unter der Wirkung von Alkohol fährt, muss 250 Euro Geldbuße zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Zudem wird ein Aufbauseminar verhängt und die Probezeit von zwei auf vier Jahre verlängert.


Weitere Informationen zum Thema Alkohol im Straßenverkehr finden Sie hier.


(Stand 3.2.2016)


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