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Schulweg: Alles, was wichtig ist

28.08.2016

schulwegsicher

Zusammen macht der Schulweg Spaß, hält fit und gibt den Kindern Sicherheit.

Der Schulanfang ist für Kinder der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Aber auch auf die Eltern kommt jetzt einiges zu. Warum die richtige Vorbereitung die halbe Miete ist und was Papa und Mama sonst noch wissen sollten.


1. Welcher Schulweg ist der beste? 

Die kürzeste Strecke ist nicht immer die sicherste. Wichtig sind Fußgängerüberwege mit Ampel oder Zebrastreifen, breite Gehwege und Straßen mit möglichst wenig Verkehr. Alles Wissenswerte dazu steht im ADAC Schulwegratgeber.

2. Was sind die größten Gefahren auf dem Schulweg? 

Das Überqueren der Fahrbahn an ungesicherten und gefährlichen Stellen, z. B. zwischen parkenden Autos. Aber auch an Ampeln und Zebrastreifen müssen die Kleinen aufpassen. Machen Sie Ihrem Kind klar: "Schau den Autofahrer direkt an, damit du erkennst, ob er dich gesehen hat!" Eine weitere Gefahr: Bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit sehen Autofahrer weniger gut. Kinder mit reflektierender Kleidung oder Sicherheitswesten "leuchten" bis zu 140 Meter weit. Die ADAC Stiftung "Gelber Engel" verteilt auch in diesem Jahr über die Grundschulen wieder 750.000 Sicherheitswesten kostenlos an Erstklässler.

3. Wie bereite ich meinen Nachwuchs auf den Schulweg vor? 

Der Weg zur Schule sollte schon lange vor dem ersten Schultag immer wieder geübt und die Besonderheiten sollten besprochen werden. Weil sich Kinder leicht ablenken lassen, bleibt antrainiertes Verhalten besser hängen. Hilfreich: Sie tauschen die Rollen, und Ihr Kind erklärt Ihnen, wie es richtig geht. Übrigens: Ein Bewusstsein für Gefahren entwickelt sich erst im Laufe der Grundschulzeit. Dann werden entsprechende Situationen im Straßenverkehr immer besser eingeschätzt.

4. Wie lange soll ich mein Kind auf dem Schulweg begleiten? 

Ein paar Wochen sollten es schon sein, auf jeden Fall aber so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Sohn oder Ihre Tochter sicher fühlt und die Situationen meistert. So schwer es fällt, ab dann sollten Sie den Kleinen vertrauen.

5. Wie nehmen Sechsjährige den Straßenverkehr wahr? 

Ganz anders als Erwachsene: Sechsjährige sind nicht in der Lage, das Geschehen auf der Straße vollständig zu begreifen. Sie haben ein eingeschränktes Blickfeld und können Geräusche nicht eindeutig orten. Aufgrund ihrer Größe fehlt ihnen der Überblick. Sie glauben: "Wenn ich ein Auto sehe, sieht es mich auch." Entfernungen und Geschwindigkeiten einzuschätzen, fällt ebenfalls schwer. Ihr Nachwuchs reagiert spontan und impulsiv, läuft einem Ball hinterher, der auf die Straße rollt. Außerdem brauchen Kinder in dem Alter länger, um falsche Entscheidungen zu korrigieren.

6. Kann mein Kind allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren? 

Anfangs besser nicht. Wir empfehlen, die Radfahrausbildung in der Schule abzuwarten, sie findet meist in der 3. oder 4. Klasse statt. Vorher sind Kinder mit den schwierigen Situationen überfordert.

7. Ist es okay, wenn mein Kind mit dem Roller zur Schule fährt? 

Für das Rollern gilt: Die Kinder sollten den Schulweg erst zu Fuß trainieren, bis sie ihn mit allen Eigenheiten gut kennen. Voraussetzung ist natürlich auch, dass die jungen Fahrer den Roller beherrschen und nicht umgekehrt.

8. Es heißt, Kinder sollen nicht mit dem Auto gebracht werden. 

Neben dem Verkehrschaos, das Elterntaxis oft frühmorgens vor Schulen anrichten, sprechen auch praktische Gründe für das Gehen: Die Regeln des Straßenverkehrs werden schneller gelernt, die frische Luft macht fit, stärkt die Konzentration. Für Eltern, denen dabei (noch) nicht wohl ist: Bilden Sie Gehgemeinschaften mit Kindern aus der Nachbarschaft. Das macht Spaß und stärkt das soziale Verhalten. Wer das Auto nutzen muss: Lassen Sie Ihr Kind ein Stück vor der Schule – immer zur Gehwegseite – aussteigen und wenigstens ein paar Meter zu Fuß gehen!


Text: Petra Zollner, Quelle: ADAC Motorwelt 07/08/2016


Mit seiner Verkehrsinitiative „Für einen sicheren Schulweg!“ will der ADAC in diesem Jahr einen Beitrag leisten, die Unfallzahlen bei Kindern zu senken. Ziel der Initiative ist es, Eltern und Kinder über die besonderen Risiken im Straßenverkehr zu informieren und aufzuzeigen, wie eine sichere Mobilität gewährleistet werden kann.


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