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EM 2016: Anreise nach Frankreich

Auf nach Frankreich! Tausende deutsche Fußballfans werden auch 2016 wieder dem DFB-Team nachreisen. Das Ziel der Nationalmannschaft: der Titel. Das Ziel der Fans auf Reisen: schnell und gut ankommen, sicher nach Hause kommen. Wir sagen, was Sie beachten müssen.


Die Anreise zu den Spielorten der Fußball-Europameisterschaft ist für Fans aktuell schwierig: Seit mehreren Wochen beeinträchtigen Streiks in Frankreich die Versorgung mit Kraftstoff. Viele Tankstellen haben deshalb die Abgabe pro Fahrzeug begrenzt. Im Vergleich zur Situation Anfang Juni hat sich die Versorgung inzwischen aber deutlich gebessert. Eine Übersicht, wo es derzeit Engpässe gibt, finden Sie auf der Internetseite http://penurie.mon-essence.fr/w/ (nur in französischer Sprache). Autofahrer sollten auf jeden Fall Wartezeiten an Tankstellen einkalkulieren.


Wer jetzt nach Frankreich aufbricht, sollte noch vor der Einreise volltanken. Im Land selbst sollten Sie frühzeitig nachtanken und nicht warten, bis der Kraftstoff zur Neige geht. Darüber hinaus ist die Einfuhr von maximal zehn Litern Benzin in Reservekanistern zulässig.


Streiks auch in anderen Bereichen


Auch in weiteren Bereichen droht Reisenden Ungemach. Seit Ende Mai legen die Gewerkschaften Teile des Zugverkehrs lahm. Betroffen sind neben regionalen Verbindungen auch die Hochgeschwindigkeitszüge des TGV. Die Streikbereitschaft lässt mittlerweile zwar nach, von einer Lösung des Konflikts kann aber keine Rede sein. Mit Zugausfällen und Verspätungen ist weiterhin zu rechnen. Streiks drohen auch im öffentlichen Nahverkehr in Paris. 


Nicht ausgeschlossen werden kann, dass im ganzen Land Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung (Banken, Post), Hotels, Museen und andere touristische Angebote geschlossen sind. Unter anderem war bereits der Eiffelturm betroffen. In den größeren Städten sind Demonstrationen und Kundgebungen geplant. Touristen sollten einen großen Bogen darum machen. Ausschreitungen und Krawalle sind nicht auszuschließen.


Frankreich-Reisenden wird geraten, sich rechtzeitig bei ihrem Veranstalter nach möglichen Einschränkungen zu erkundigen. Welche Rechte Sie haben, wenn die Bahn nicht rollt oder der Flieger nicht abhebt, erfahren Sie im ADAC Ratgeber Reiserecht.


Mit dem Auto unterwegs: Wichtige Verkehrsregeln

In Frankreich gilt für Autofahrer außerorts ein Tempolimit von 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen 130 km/h. Für Fahranfänger, die ihre Fahrerlaubnis weniger als drei Jahre besitzen, gelten reduzierte Höchstgeschwindigkeiten und eine niedrigere Promillegrenze. Die Bußgelder sind in der Regel deutlich höher als in Deutschland. Die meisten Verkehrsverstöße werden häufig schon an Ort und Stelle geahndet.

Auf fast allen französischen Autobahnen fallen Mautgebühren an. So kostet etwa die einfache Strecke von München nach Paris knapp 38 Euro. Deutlich günstiger wird es für Berliner oder Kölner: Sie zahlen, wenn sie die kürzeste Strecke über Belgien wählen, nur etwa 13 Euro. Bei Wohnmobilen können die Kosten mehr als doppelt so hoch ausfallen. Zum Vorrundenspiel nach Lille nahe der belgischen Grenze kommt man dafür ganz ohne Mautgebühren. Für die Strecke Lille – Paris bezahlen Pkw-Fahrer knapp 16 Euro, Wohnmobilisten bis zu 57 Euro.


Autofahrer müssen die Maut beim Wechseln oder Verlassen der Autobahn begleichen. Auf einigen Teilstrecken fällt unabhängig von der gefahrenen Strecke eine Pauschalgebühr an. Wir empfehlen, unbedingt eine Kreditkarte mitzunehmen. Denn mit Personal besetzte Mautstationen werden immer seltener und die Kassenautomaten akzeptieren meist keine Scheine. EM-Urlauber sollten an Mautstationen die mit "t" gekennzeichneten Zahlstellen meiden: Sie sind Kunden des elektronischen "Télépage-Systems" vorbehalten.


Mautgebühren sofort kontrollieren


In welche Mautkategorie ein Fahrzeug fällt, hängt vom zulässigen Gesamtgewicht und der Gesamthöhe ab. Zur Gesamthöhe zählen alle festen Aufbauten wie zum Beispiel Aggregate von Klimaanlagen, nicht jedoch Dachboxen, Antennen oder Beleuchtungseinrichtungen.


An Zahlstellen ohne Personal kann es zu falschen Höhenmessungen kommen. Dadurch wird das Fahrzeug in eine höhere und somit teurere Kategorie eingestuft. Deshalb raten wir, die Kategorie sofort zu überprüfen und im Zweifelsfall über die Gegensprechanlage Mautpersonal zu rufen, um den Fehler zu klären. Sollte dies wegen Sprachschwierigkeiten nicht gelingen, können Reisende die Quittung und eine Kopie des Fahrzeugscheins bei der Autobahnbetreibergesellschaft einreichen, um die fehlerhafte Buchung zu reklamieren.


Generell gilt an Mautstationen: rechtzeitig einordnen, niemals wenden, nicht durch bereits offene Schranken fahren. Hilfe-Knopf drücken, falls die Zahlung nicht möglich ist. 


(Stand 16.6.16)


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