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Böses Erwachen nach dem Rausch

Auch Jugendliche, die noch gar keinen Führerschein haben, riskieren schon bei einmaligem Konsum einer illegalen Droge harte Konsequenzen: Zulassung zur Fahrpüfung erst bei erwiesener Abstinenz.



In der Disco oder auf Partys ist die Versuchung für junge Leute besonders groß: Einmal eine Pille einwerfen und berauscht weiterfeiern. Doch wer Drogen konsumiert, riskiert Gesundheit und Führerschein. Auch, wenn man sich nicht ans Steuer setzt und auch, wenn man die Fahrprüfung noch gar nicht abgelegt hat.


Schon der einmalige Konsum einer illegalen Substanz, zu denen gängige Partydrogen wie Amphetamine oder Ecstasy zählen, hat auch bei Jugendlichen, die noch keinen Führerschein haben, erhebliche Konsequenzen: Wer beim Drogenkonsum erwischt wurde, wird nur zur Fahrprüfung zugelassen, wenn er nachweist, dass er seit mindestens einem Jahr drogenfrei lebt. Dieser Nachweis erfolgt durch eine kurzfristig anberaumte Urin- und Haaranalyse.


Wer schon einen Führerschein hat und etwa in der Disco mit verbotenen Aufputschmitteln erwischt wird, muss damit rechnen, dass ihm der "Lappen" unabhängig von einer Autofahrt entzogen wird. Die Fahrerlaubnis wird erst dann wieder erteilt, wenn der Betreffende die MPU bestanden und nachweislich ein Jahr lang keine Drogen genommen hat. 


Kontrolle bei allen Autoinsassen


Wenn ein Autofahrer unter Drogeneinfluss erwischt wurde, sind hohe Geldstrafen, Fahrverbot, Punkte in Flensburg und eine Eignungsuntersuchung (MPU) die Folgen. Doch die Polizisten achten bei ihren Kontrollen auch auf die Mitfahrer. Erwecken etwa erweiterte Pupillen den Verdacht auf Drogenkonsum, bitten die Beamten zum Test. 


Der Gesetzgeber zeigt bei Drogen null Toleranz. Wer Drogen konsumiert, ist grundsätzlich ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen – auch wenn der Konsum nur einmal erfolgte. Der Führerschein ist weg. Nur bei Cannabisprodukten unterscheidet der Gesetzgeber außerhalb der Verkehrsteilnahme nach den Konsumgewohnheiten. 


Der ADAC informiert in seiner Broschüre „Drogen im Straßenverkehr“ ausführlich zu den rechtlichen Aspekten. Hier finden Sie die Broschüre zum Download


Initiative für Verkehrssicherheit


"Alkohol und Drogen" ist derzeit Schwerpunktthema in der ADAC Verkehrssicherheitsaktion "2015 – ja sicher!", mit der wir in diesem Jahr die Verkehrssicherheit in Deutschland weiter verbessern wollen. Ziel der Initiative ist es, Verkehrsteilnehmer auf bislang wenig bekannte Risiken hinzuweisen und zu verdeutlichen, dass jeder Einzelne einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten kann. Weitere Infos finden Sie hier.



Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität