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Hohe Crash-Sicherheit weiter verbessern

Crash
Bei der Crashtest-Staffel 12/2015 erhielten von 16 Fahrzeugen 12 die Höchstwertung von 5 Sternen. Damit Autos noch sicherer werden, gibt es ab 2016 bei den ADAC Crashtests nach Euro NCAP weitere Verschärfungen.

Das Gesamtergebnis ist erfreulich, doch die aktuellen Tests offenbaren auch Schwächen: Zwei Modelle kamen auf 4 Sterne, eines erreichte nur 3 und eins gar nur 2 Sterne. Deutlich wird, dass die Verschärfungen im Testjahr 2015 bei der aktiven Sicherheit und beim Fußgängerschutz greifen: 

  • Es werden nun mehr Fahrerassistenzsysteme wie zum Beispiel Notbremssystem, Spurhalteassistent und Geschwindigkeitsbegrenzer angeboten. 
  • Die zusätzlichen Frontcrashtests mit kleineren Dummies zeigen Wirkung, da die Hersteller nun auch auf den Rücksitzen zunehmend Gurtstraffer und Kraftbegrenzer einsetzen. 
  • Auf den Rücksitzen findet man jetzt häufiger die neue Isofix/i-Size-Kennzeichnung, die benötigt wird, um neue i-Size-Kindersitze (bei denen statt der Gewichtsklasse ein Körpergrößenbereich angegeben wird) problemlos ohne Fahrzeug-Freigabelisten zu verwenden.

Die besten Resultate in der jeweiligen Fahrzeugklasse weisen der Infiniti Q30, der Mercedes GLC und der Jaguar XE und XF auf. Die Verlierer dieser Staffel sind der Lancia Ypsilon mit 2 Sternen und der BMW Z4 mit 3 Sternen. Der BMW Z4 ist mit geringen Änderungen schon einige Jahre auf dem Markt und bietet deshalb nur wenige Fahrerassistenzsysteme. Der Lancia Ypsilon ist aber neu und sollte besser ausgestattet sein. Fahrassistenten werden heute neben einer guten Insassensicherheit benötigt, um ein 5-Sterne-Ergebnis zu erreichen. Beim Lancia Ypsilon kommt noch hinzu, dass das Verletzungsrisiko für kleinere Personen hoch ist und beim Frontalcrash eine Brandgefahr durch einen Kurzschluss an der Batterie entsteht. Die Firma Lancia will deshalb die Produktion ändern.

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(Für eine größere Darstellung der Ergebnisse auf die Grafik klicken)

Ab dem Jahr 2016 wird es bei der Bewertung nach Euro NCAP weitere Verschärfungen und Änderungen geben:

  • Es werden beim Fußgängerschutz zusätzlich 6 Punkte vergeben, wenn das Fahrzeug ein Notbremssystem mit zuverlässiger Fußgängererkennung aufweist. Derzeit haben das zum Beispiel der Audi Q7, der Audi A4 sowie der Volvo XC90. 
  • Spurhalteassistenten werden genauer geprüft und maximal 3 Punkte statt bisher 1 Zähler vergeben.
  • Neue Kinderdummies (repräsentativ für 6- und 10-Jährige) stellen höhere Anforderungen an die Kindersicherheit.
  • ESP ist für alle neuen Fahrzeuge seit November 2014 vorgeschrieben, deshalb wird es ab 2016 nicht mehr bewertet.
  • Neben der Sternebewertung nach Euro NCAP mit der serienmäßigen Ausstattung des Fahrzeugs wird es auch eine freiwillige Sternebewertung geben, bei der alle Sicherheitsausstattungen zählen, die der Hersteller als Sicherheitspaket anbietet.
  • Transporter/Kleinbusse werden ab 2016 schärfer, ähnlich wie Pkw, geprüft.
(Stand: 16.12.2015)



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