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Test: Mit Bussen des ÖPNV zur Schule

24.10.2016

Unsere Experten begleiteten bundesweit Kinder auf 60 Fahrten mit öffentlichen Bussen zur Schule. Das Urteil fiel überraschend positiv aus: Mehr als ein Drittel der getesteten Fahrten bekam die Note "Sehr gut", 60 Prozent erzielten die Note "Gut" und nur drei Fahrten die Note "Ausreichend". Überfüllte Busse gab es in diesem Test kaum, insgesamt fielen deutlich mehr positive Aspekte auf als negative.



Den ersten Platz belegte die Linie K52 zum Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim (Hessen). Die Pluspunkte: auf die Minute pünktlich, nicht überfüllt, die Haltegriffe in kindgerechter Höhe, Videoüberwachung sowie Spiegel und Kamera zur Kontrolle des hinteren Türbereichs, eine eigene Kabine für den Fahrer, vollständige Beschilderung, ein Display mit umfassenden Informationen, ein eigener Bereich mit Stopp-Taste für Rollstuhlfahrer und nicht zuletzt ein sehr freundlicher Fahrer.


Diese Punkte fielen unseren Testern positiv auf.

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Schlechtester Bus in Wörth

Die Linie 549 zum Europa-Gymnasium in Wörth (Rheinland-Pfalz) landete mit der Bewertung "Ausreichend" auf dem letzten Platz des Vergleichs. Alles, was den Testsieger aus Seeheim-Jugenheim auszeichnete, fehlte in diesem Reisebus. Zudem endete die Fahrt mit einer mehr als fünfminütigen Verspätung. 


Diese Städte haben unsere Tester bewertet.   

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Über den ganzen Test hinweg dominierte ein erfreuliches Bild: So waren die Haltegriffe meist in kindgerechter Höhe angebracht. Drei Viertel der Fahrer waren durch eine Kabine vor dem Lärm der Kinder geschützt, fast alle konzentrierten sich ganz auf ihre Aufgabe und waren zumeist freundlich und korrekt. Auch der Raum rechts neben dem Fahrersitz war nahezu immer frei. Das gewährleistete stets die uneingeschränkte Sicht nach außen. Scharfe Ecken, Kanten oder andere Gefahrenquellen gab es in fast allen Bussen nicht. Außerdem waren die Fahrzeuge sauber. Die Notfallausstattung fehlte nie.


Nur wenig auszusetzen

Etwa ein Fünftel der Fahrten verspätete sich mehr als fünf Minuten. In jedem fünften Bus gab es keinen eigenen Platz mit Stopp-Taste für Rollstuhlfahrer. Videoüberwachung gab es nur in einem Drittel der Busse. Bei 20 Prozent fand sich kein Informationsdisplay. Und bei doppelt so vielen waren die Angaben darauf nicht komplett.


Die Stichprobe wurde in allen Bundesländern mit mehr als 200.000 Schülern und ausschließlich in Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durchgeführt. ADAC Experten begleiteten die Kinder im ersten Quartal 2016 inkognito morgens auf 60 Fahrten zur Schule. Diese dauerten mindestens eine halbe Stunde. Dabei wurden mehr als 100 Prüfpunkte in den Kategorien Beförderung, Fahrer und Fahrzeug bewertet.


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