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Richtig fahren in der Baustelle

06.07.2017

AB_Baustelle

Selbst Kleinwagen sind oft breiter als zwei Meter und dürfen deshalb nicht auf die linke Spur.

In einigen Baustellen sind die Fahrzeuge zum Teil zu breit für die linke Spur. Wer trotzdem dort fährt, riskiert ein Bußgeld. Autofahrer sollten sich über die tatsächliche Breite ihres Fahrzeugs informieren und sich nicht auf die Angaben in den Fahrzeugpapieren verlassen. Mit unseren Tipps kommen Autofahrer sicher und entspannt durch die Baustelle.


In einigen Baustellen dürfen nur Fahrzeuge mit einer Breite von bis zu zwei Metern die linke Fahrspur benutzen, geregelt durch das Verkehrszeichen 264. Diese Begrenzung der linken Fahrspur fällt für die Mehrheit der Autos jedoch zu schmal aus. Rund 70 Prozent der Pkw-Modelle sind breiter als zwei Meter.

 

Dass selbst viele Kleinwagen wie der Renault Clio oder der Peugeot 308 diese Marke überschreiten, ist den meisten Pkw-Fahrern nicht bewusst.


Nicht auf Angaben in Fahrzeugpapieren verlassen

 

Wir raten Autofahrern, sich über die tatsächliche Breite ihres Fahrzeugs zu informieren oder selbst nachzumessen. Auf den angegebenen Wert in den Fahrzeugpapieren kann man sich leider nicht verlassen. Denn hier steht nur die Breite des Fahrzeugs ohne Außenspiegel. Die tatsächliche Breite eines Fahrzeuges schließt die Spiegel aber mit ein.

 

Wer mit einem zu breiten Fahrzeug unterwegs ist, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro oder bei Unfällen sogar die Einschränkung des Kaskoschutzes. Bei einem Unfall mit Fremdverschulden kann der Schadenersatzanspruch reduziert werden (Mitverschulden).


Links fahren spart kaum Zeit


Unsere Verkehrsexperten empfehlen, die zulässige Fahrzeugbreite auf der linken Spur in Baustellen auf mindestens 2,1 Meter zu erhöhen. Dann könnten bis zu 80 Prozent der Pkw die linke Spur nutzen, da die rechte Spur in vielen Fällen von Lkw belegt ist. Das dient dem Verkehrsfluss und hilft Staus zu vermeiden.


Viel Platz haben Autofahrer aber auch dann nicht. Wer seine Nerven schonen will, sollte sich deshalb rechts halten. Das kostet kaum Zeit: In einer fünf Kilometer langen Baustelle bringen 10 km/h mehr gerade einmal 25 Sekunden Zeitgewinn.


Mit diesen Tipps kommen Sie sicher und entspannt durch die Baustelle:


  • Vor der Fahrt über Baustellen und etwaige Ausweichstrecken erkundigen, um Staus zu umfahren.
  • Verkehrsvorschriften wie Tempolimit, Breitenbeschränkung und Überholverbot befolgen.
  • Versetztes Fahren und der Verzicht auf unnötige Überholmanöver helfen, seitliche Kollisionen zu vermeiden.
  • Ausreichend Abstand zum Vordermann halten.
  • In den Verschwenkungsbereichen der Baustelle besonders vorsichtig fahren, denn Lkw brauchen dort mehr Platz.
  • Im Falle einer Panne Warnblinker einschalten und möglichst das Fahrzeug außerhalb der Baustelle am rechten Fahrbahnrand abstellen. Alle Autoinsassen sollten den Wagen auf der dem Verkehr abgewandten Seite verlassen.
  • In Nachtbaustellen besonders aufmerksam sein. Vor allem die Übergänge von beleuchteten zu unbeleuchteten Abschnitten sind kritisch.

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