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Die Hitze sprengt die Straßen

26.08.2016

Zu heiß für Autobahnen aus Beton: Die Fahrbahnen platzen auf und gefährden die Verkehrsteilnehmer.

Zu heiß für Autobahnen aus Beton: Die Fahrbahnen platzen auf und gefährden die Verkehrsteilnehmer.

Vorsicht Gefahr! Die Gluthitze der kommenden Tage kann zu Blow-ups führen: Auf einigen Autobahnabschnitten könnte die Fahrbahn aufplatzen. Mit Fahrstreifensperren und Tempolimits ist zu rechnen.


Baden-Württemberg hat bereits stellenweise temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt: Auf Abschnitten der A 5, A 6 und A 81 sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands, darunter Bayern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gab es in den vergangenen Jahren Blow-ups. Autofahrer müssen deshalb wieder mit Fahrbahnschäden und Verkehrseinschränkungen rechnen. Motorradfahrer sollten die gefährdeten Strecken am besten ganz meiden.


Plötzlich wölbt sich die Fahrbahn auf


"Blow-ups" heißen plötzlich auftretende Hubbel in der Fahrbahn, die schon Todesopfer gefordert haben. Schuld an ihnen ist die Hitze. "Wenn es schnell heiß wird und die Hitze über mehrere Tage anhält, heizt sich die Fahrbahn auf und wölbt sich", erklärt ADAC-Straßenplaner Jürgen Berlitz. "Betonstraßen können sich aber nicht so sehr verformen wie Fahrbahnen aus Asphalt. Deshalb platzen sie auf." Das betrifft besonders alte Autobahnen und dort vor allem Fugen, Nahtstellen und Abschnitte, die schon von Reparaturen geschwächt sind.


Sich als Autofahrer vor Blow-ups zu schützen, ist schwierig. Vorsichtig und auf Sicht zu fahren, ist ein erster Schritt, aber gerade auf der Autobahn nicht so einfach. "Vor allem, weil die Straße bei Blow-ups häufig sehr schnell aufplatzt und oft auch schon wenige Zentimeter reichen, damit es zu Schäden oder einem Unfall kommt", sagt Berlitz.


Entsprechend kompliziert ist die Frage, wer im Falle eines Falles haftet. "Wenn es so heiß ist, müssen die Autobahn- und Straßenbaumeistereien die Fahrbahnen verstärkt kontrollieren", erklärt Dr. Markus Schäpe, Leiter der Abteilung Verkehrsrecht beim ADAC. Stellen die Meistereien Schäden fest, müssen sie Warnschilder aufstellen oder die Strecken gegebenenfalls sperren. Nur wenn sie das nachweislich nicht getan haben und jemand zu Schaden kommt, muss der Staat dafür aufkommen.


Wer jetzt mit dem Auto oder Motorrad unterwegs ist, kann sich beim ADAC über die aktuelle Lage und Straßenschäden erkundigen. Laufend aktualisierte Verkehrsmeldungen aus Deutschland finden sich bei der ADAC Verkehrsinfo oder unter der Mobilfunk-Kurzwahl 22 4 11 (Verbindungskosten je nach Netzbetreiber/Provider). Details zur aktuellen Wetterlage finden Sie bei der ADAC Wetterinfo.


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