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Europaweiter Blitz-Marathon im April

Blitzer

Die Polizei führt auch in diesem Jahr einen Blitz-Marathon durch. In ganz Deutschland finden am 16. und 17. April Tausende Tempokontrollen statt. Rasen gilt als Unfallursache Nummer eins.


Mit dem dritten bundesweiten Blitz-Marathon nimmt die Polizei auch in diesem Jahr Raser ins Visier. In den vergangenen beiden Jahren hat sich gezeigt: Die Vorankündigung hält viele Autofahrer nicht von deutlich überhöhten Geschwindigkeiten ab. 


Im September 2014 hatte die Polizei drei Millionen Autofahrer kontrolliert und dabei etwa 93.000 Verkehrssünder ertappt. Mehr als 13.000 Polizisten waren in allen 16 Bundesländern im Einsatz. Beim ersten Blitz-Marathon 2013 waren 83.000 Raser erwischt worden. Die Stellen, an denen geblitzt wird, sind teilweise Tage vorher bekannt, dennoch fahren viele Autofahrer zu schnell.


238 statt der erlaubten 100 km/h


Die Polizei sah sich in der Vergangenheit mit dem Vorwurf der Geldmache konfrontiert. Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) wehrt sich dagegen: „Geschwindigkeitsüberwachung ist keine Abzocke, sondern dient dazu, Menschenleben zu retten." Mit dem Blitz-Marathon wolle man die Autofahrer wachrütteln. Schließlich sei zu hohe Geschwindigkeit nach wie vor die Unfallursache Nummer eins. Im vergangenen Jahr starben 3368 Menschen auf deutschen Straßen.


Neben Deutschland nehmen 21 weitere europäische Staaten an der Aktion teil. Sie wird erstmals europaweit durchgeführt. Spitzenreiter im letzten Jahr war ein Fahrer in Reutlingen (Baden-Württemberg), der mit Tempo 238 statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde unterwegs war. In Brandenburg wurde auf der A2 zwischen Netzen und Lehnin ein Autofahrer mit 219 statt der erlaubten 120 Stundenkilometer gemessen. Und auf der A4 bei Köln wurde ein Fahrer mit Tempo 185 statt 80 gemessen - nach Abzug der Toleranz.



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