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Betrunken am Steuer: das droht Sündern

Maibaum

Wer mit ein paar alkoholischen Getränken den Mai feiern will, sollte Auto, Motorrad und gegebenenfalls auch das Fahrrad lieber stehen lassen. Denn betrunken fahren ist gefährlich und es drohen hohe Strafen.


Auto- und Motorradfahrer, die mit 0,5 bis 1,09 Promille Alkohol im Blut erwischt werden, werden wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt - selbst dann, wenn sie keinen Fahrfehler gemacht haben. In der Regel drohen hierfür eine Geldbuße von 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.


Fällt ein alkoholisierter Autofahrer oder Biker wegen seines Fahrverhaltens auf oder kommt es gar zu einem Unfall, stellt bereits eine Alkoholisierung ab 0,3 Promille eine Straftat dar. In diesen Fällen droht eine Geldstrafe, bei Wiederholungstätern sogar eine Freiheitsstrafe. Die Fahrerlaubnis ist der Sünder für mindestens sechs Monate los, bei einem alkoholbedingten Unfall für mindestens zwölf Monate.


Absolute Fahruntüchtigkeit ab 1,1 Promille

Kraftfahrer, die mit 1,1 Promille oder mehr aus dem Verkehr gezogen werden, gelten als absolut fahruntüchtig - egal, ob sie Ausfallerscheinungen zeigen oder nicht. Ihnen droht eine hohe Geldstrafe, Wiederholungstätern sogar eine Freiheitsstrafe. Die Fahrerlaubnis wird ihnen entzogen und es wird eine Sperrfrist verhängt. Vor Ablauf der Sperrfrist darf ihnen keine neue Fahrberechtigung erteilt werden. 


Ab 1,6 Promille ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) vorgeschrieben. Fahrer, die wiederholt betrunken am Steuer erwischt werden, müssen ebenfalls zur MPU. Teilweise vertreten Fahrerlaubnisbehörden auch die Auffassung, dass bei jeder Neuerteilung der Fahrerlaubnis - unabhängig vom Promillewert - eine MPU zu fordern ist (VGH Mannheim vom 15.1.2014, Az.: 10 S 1748/13).


Radfahren schützt vor Strafe nicht

Bei Radfahrern liegt die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille. Auch sie können den Führerschein verlieren, und zwar dann, wenn die vorgeschriebene medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) zu dem Ergebnis kommt, dass ihr Konsumverhalten problematisch ist und sie deswegen keine Fahreignung besitzen.


Auch am Morgen nach einem Fest ist die volle Fahrtüchtigkeit noch nicht unbedingt wiederhergestellt. Der Körper baut nur etwa 0,1 Promille Alkohol pro Stunde ab. Deswegen gilt: nach durchzechter Nacht sicherheitshalber gleich öffentliche Verkehrsmittel benutzen.


Weitere Informationen zum Thema Alkohol und Straßenverkehr finden Sie auf den Seiten unserer Juristen.


(Stand: 29.4.2016)


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