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Bericht der Ethik-Kommission

20.06.2017

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Die Kommission entwickelte ethische Regeln für den automatisierten und vernetzten Fahrzeugverkehr.

Die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt eingesetzte Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren hat ihren Bericht vorgelegt. Das Experten-Gremium unter Leitung des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Professor Dr. Dr. Udo Di Fabio hat darin Leitlinien für die Programmierung automatisierter Fahrsysteme entwickelt.


Der Bericht der Ethik-Kommission umfasst insgesamt 20 Thesen. Die Kernpunkte sind:


• Das automatisierte und vernetzte Fahren ist ethisch geboten, wenn die Systeme weniger Unfälle verursachen als menschliche Fahrer (positive Risikobilanz).

• Sachschaden geht vor Personenschaden: In Gefahrensituationen hat der Schutz menschlichen Lebens immer höchste Priorität.

• Bei unausweichlichen Unfallsituationen ist jede Qualifizierung von Menschen nach persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, körperliche oder geistige Konstitution) unzulässig.

• In jeder Fahrsituation muss klar geregelt und erkennbar sein, wer für die Fahraufgabe zuständig ist: Der Mensch oder der Computer. Wer fährt, muss dokumentiert und gespeichert werden (u. a. zur Klärung möglicher Haftungsfragen).

• Der Fahrer muss grundsätzlich selbst über Weitergabe und Verwendung seiner Fahrzeugdaten entscheiden können (Datensouveränität).


ADAC Präsident Dr. August Markl:


„Hochautomatisiertes Fahren birgt deutlich mehr Chancen als Risiken, sowohl für die Verkehrssicherheit als auch für die persönliche Mobilität des Einzelnen. Wichtig bleibt bei ballen Innovationen auch in Zukunft, dass die Menschen selbstbestimmt mobil unterwegs sein können, etwa was das Thema Datensicherheit und Datenschutz angeht.“


Die Ethik-Kommission des BMVI setzt sich aus 14 Wissenschaftlern und Experten aus den Fachrichtungen Ethik, Recht und Technik zusammen. Dazu zählen u.a. Verkehrsexperten, Ingenieure und Philosophen. Auch ADAC Präsident Dr. August Markl gehört der Kommission an.


Den gesamten Bericht der Ethik-Kommission finden Sie hier.


Quelle: Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur



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