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Bahnstreik endet

Bahnstreik

Die Lokführergewerkschaft GDL beendet ihren Streik am Donnerstagabend um 19 Uhr. Ein Schlichtungsverfahren wurde eingeleitet, darauf einigten sich vergangene Nacht Bahnvertreter und die GDL. Der Personenverkehr normalisiert sich von Freitag an nur langsam. Wir erklären, welche Entschädigungen Ihnen als Reisende zustehen und wie Sie auch ohne Zug gut ans Ziel kommen.


Am Dienstag, 19. Mai, 15 Uhr, begann der Streik im Güterverkehr, beim Personenverkehr begann der Arbeitsausstand am Mittwoch, den 20. Mai. Nun steht fest: Die Lokführer der GDL beenden ihren Streik offiziell am Donnerstagabend um 19 Uhr. Die Züge werden also vorerst weiterhin ausfallen oder sich verspäten. Fernzüge fahren voraussichtlich frühestens ab Samstag, 23. Mai, wieder pünktlich.

Ihre Rechte: Reisende, deren Züge aufgrund von Streiks Verspätungen haben, erhalten je nach Dauer eine Erstattung:

  • ab einer Stunde 25 Prozent des Fahrpreises
  • ab zwei Stunden 50 Prozent des Fahrpreises


Bei einer Verspätung von mehr als einer Stunde besteht ein Anspruch auf Mahlzeiten und Erfrischungen sowie auf eine Erstattung von Übernachtungskosten und gegebenenfalls Transfer. Ist eine Verspätung von mehr als einer Stunde vor Reiseantritt absehbar, hat der Fahrgast die Wahl zwischen voller Fahrpreiserstattung oder einer späteren Zugfahrt. Im Nahverkehr dürfen Reisende ab 20 Minuten Verspätung einen anderen – auch teureren – Zug benutzen. Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens oder bei Ausfall des fahrplanmäßig letzten Zuges des Tages hat der Reisende Anspruch auf Kostenerstattung bis maximal 80 Euro für die Nutzung eines anderen Verkehrsmittels, z.B. Bus oder Taxi.


Alternative: Mitfahrclub


Wer sich nicht auf die Bahn verlassen möchte, kann das kostenlose Portal ADAC Mitfahrclub nutzen, das gerade zu Streikzeiten zuverlässige und günstige Alternativen anbietet. Der Club appelliert an die Fahrer, die freien Plätze in ihren Fahrzeugen anzubieten. Ein Bedarf an Mitfahrgelegenheiten ist nicht nur in den Metropolregionen zu erkennen, sondern dehnt sich auch verstärkt auf den ländlichen Raum aus. Nachgefragt werden dabei nicht nur Verbindungen im Fernverkehr, sondern in steigendem Maße auch im Nah- und Pendlerverkehr.


Hier geht's zum ADAC Mitfahrclub


Gemeinsam ins Stadion


Die geplante Fahrt ins Stadion am kommenden Wochenende kann aufgrund des GDL-Streiks für viele Fußballfans zur Herausforderung werden. Hier hilft der ADAC Mitfahrclub in Kooperation mit fahrgemeinschaft.de. Sie können online alle Stadien der ersten Bundesliga einfach als Zielort auswählen. Die Fahrgemeinschaften finden durch die direkte Absprache der Nutzer zusammen. Unser Angebot ist vollständig kostenfrei und für alle zugänglich, auch für Nichtmitglieder des ADAC.
 
Das Fahrgemeinschaft-Angebot ins Stadion finden Sie hier.


Während der vergangenen Streikwellen gab es eine Steigerung an Anfragen um bis zu 200 Prozent im Vergleich zu normalen Tagen, weshalb wir dazu raten, bereits frühzeitig nach geeigneten Mitfahrgelegenheiten zu suchen und mit dem Fahrer telefonisch alle Einzelheiten abzuklären. Als Fahrpreis empfehlen wir einen Zuschuss zu den Fahrtkosten von 5 bis 7 Euro pro Mitfahrer und 100 Kilometer Fahrstrecke. Fahrgemeinschaften schonen die Umwelt, entlasten die Straßen und schaffen Parkplätze. Nebenbei senkt der Fahrer seine Mobilitätskosten.


Hier geht's zur ADAC Stauprognose


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