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BMW Active Tourer: Ein Van im Preis-Rausch


Variabel, fahrdynamisch, sparsam und sicher: Der 2er ist BMWs erster Van und gleichzeitig das erste Modell mit Fronantrieb. Doch der horrende Preis trübt den positiven Gesamteindruck.


Einen Familienvan mit Frontantrieb aus dem Hause BMW konnte man sich vor einigen Jahren kaum vorstellen. Schon beim Einsteigen überzeugt der Active Tourer durch sein großzügiges Raumangebot. Sowohl vorn, als auch auf der Rückbank findet man bequem Platz. Die Kofferraumgröße geht mit 360 Litern in Ordnung. Auf Wunsch wird die Variabilität des Vans durch eine Sitzverstellung im Fond sowie eine klappbare Beifahrersitzlehne erhöht. 


Viel Platz, gute Übersicht


Das Ein- und Aussteigen klappt dank erhöhter Sitzposition weitgehend problemlos. Auf den Sportsitzen (Sport Line) nimmt man bequem Platz und hat eine gute Übersicht auf den umliegenden Verkehr. Die sehr breiten A-Säulen verdecken aber die Sicht beim Abbiegen erheblich. 


Die Kindersicherheit ist insgesamt gut. Kindersitze lassen sich auf den hinteren Außensitzen und dem Beifahrersitz problemlos montieren. Dass der Mittelsitz im Fond aber nicht für Kindersitze freigegeben ist, ist unverständlich. Überzeugen kann der getestete Antrieb. 


Sportlich trotz Frontantrieb


Der 218d schiebt mit seinen 150 PS kräftig an, die Automatik schaltet sanft, und der Verbrauch liegt mit 5,1 l/100 km nicht zu hoch. Die Fahreigenschaften sind sicher und trotz Frontantrieb BMW-typisch sportlich, bei gleichzeitig genügend Restkomfort. Nur die Antriebseinflüsse, die bei beherztem Gasgeben an der Lenkung zerren, sind in einem BMW ungewohnt. 


Das Sicherheitsniveau des Active Tourer liegt hoch. Es sind viele Assistenzsysteme lieferbar. Vor allem der Driving Assistant und die LED-Scheinwerfer sind echte Kaufempfehlungen. 


Übertriebener Preis


Der 218d Active Tourer kostet in der getesteten Version mindestens 36.100 Euro. Auch wenn das Gesamtpaket stimmt, ist der Preis für einen Van in dieser Klasse schlicht übertrieben.


Karosserievarianten: keine


Konkurrenten: u.a. Mercedes B-Klasse, VW Golf Sportsvan


Stärken    

  • großzügiges Raumangebot
  • viele Assistenzsysteme erhältlich
  • helle LED-Scheinwerfer lieferbar
  • gelungene Motor-Getriebe-Kombination  
Schwächen
  • wuchtige A-Säulen stören beim Abbiegen
  • relativ geringe Zuladung
  • Mittelsitz im Fond nicht für Kindersitze freigegeben
  • sehr teuer


Zum ausführlichen Test (pdf) mit allen Details


Interessanter Link



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