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Tipps und Tricks für die Autopflege

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Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt, um das Auto vom Salz und Schmutz des Winters zu befreien. Mit unseren Tipps bringen Sie Ihr Fahrzeug wieder so richtig zum Glänzen.

Achtung: Wer sein Auto vor der eigenen Haustür oder auf einem öffentlichen Parkplatz putzt, begibt sich auf juristisches Glatteis. Wo und wie eine Fahrzeugreinigung erlaubt ist, regelt jede Gemeinde selbst. Erste Wahl zum entspannten Putzen ist deshalb ein Selbstbedienungswaschplatz mit Öl- und Benzinabscheidern, der meist an Tankstellen oder bei Waschstraßen angeboten wird.


1. Außenwäsche: Nicht zu grob

Zunächst: Entfernen Sie schon vor der Wäsche Laubreste aus dem Motorraum vor der Windschutzscheibe. Das Laub verstopft die Abflüsse.

Los geht die Außenwäsche mit dem Hochdruckreiniger (Abstand ca. 30 cm), mit dem Streusalz und der grobe Dreck vom Lack entfernt werden. Das hilft, damit bei der Feinwäsche per Hand weder Sand noch Schmutzpartikel in den Lack eingerieben werden. Alles, was Sie brauchen, sind Schwamm, Auto-Shampoo und zwei Eimer mit lauwarmem Wasser. In einen geben Sie das Shampoo, im anderen spülen Sie den Schwamm aus. Vergessen Sie nicht die verschmutzten Einstiege. Besonders an der Fahrerseite versteckt sich oft übler Dreck.

Zum Abschluss spülen Sie das Auto mit klarem Wasser ab und trocknen es sorgfältig mit einem Leder oder einem Microfasertuch. Speziell nach dem Winter kann für ältere Fahrzeuge auch eine Unterbodenwäsche in der Waschanlage ratsam sein.



2. Felgenreinigung: Ran an die Räder – aber gründlich!


Am Anfang gibt es wieder eine Dusche mit klarem Wasser aus dem Hochdruckreiniger, der auch hier nur mit Abstand (ca. 30 cm) eingesetzt werden darf, um Schäden zu vermeiden. Kleineren Verunreinigungen rücken Sie mit einem Schwamm und Auto-Shampoo zu Leibe. Bei hartnäckigem Schmutz wie etwa eingebranntem Bremsstaub hilft ein handelsüblicher Marken-Felgenreiniger. Wichtig hierbei: Sprühen Sie immer von unten nach oben, um eine Fleckenbildung auf den Felgen zu vermeiden. Der Reiniger sollte niemals säurehaltig sein, da ansonsten die Versiegelung der Felgen angegriffen wird. Gegen schlecht zugängliche Verschmutzungen an Radkappen oder Felgen ist neben dem Schwamm auch ein Pinsel oder eine Zahnbürste mit Nylonborsten hilfreich. 

Löst sich der Schmutz dennoch nicht, können Sie es mit einer speziellen Reinigungsknete versuchen. Spülen Sie die Felgen nach dem Schrubben gründlich ab. Und prüfen Sie auch gleich, ob es Beschädigungen an Reifen oder Felgen gibt. 

Zwei weitere Tipps: 

1. Wenn Sie Felgenreiniger verwenden: unbedingt die Einwirkzeiten laut Hersteller beachten und nicht überschreiten. Außerdem Schutzbrille und Handschuhe nicht vergessen.

2. Stark verschmutzte Felgen mit Schwamm oder einer Bürste mit Nylonborsten bearbeiten. Danach klarspülen.



3. Türgummi und Kunststoffleisten: Schön geschmeidig! 


Zierleisten aus Kunststoff bleichen mit der Zeit aus, Gummidichtungen werden altersbedingt spröde. Hier gilt: Vor der Pflege kommt die Reinigung. Empfohlen wird dafür ein Silikon-Entferner. Von Lösungsmitteln wie Aceton oder Nitroverdünnung wird abgeraten. Eine Kunststoff-Tiefenpflege färbt das Plastik nach – sozusagen als Frischzellenkur. 

Die Dichtgummis der Türen können Sie mit einem Pflegestift aus Hirschtalg oder Vaseline geschmeidig machen. Damit sorgen Sie dafür, dass kein Wasser eindringt. Sogar die Windgeräusche im Wagen werden so besser gedämpft. Hirschtalg ist ein altbewährtes Mittel. Es macht den Gummi geschmeidig und unempfindlicher gegen tägliche Umwelteinflüsse, besonders bei Frost. 



4. Lackpflege: Sanft, aber energisch


Prüfen Sie nach dem Waschen, ob wirklich alle Dreckpartikel vom Lack entfernt sind und ob das Fahrzeug richtig trocken ist. Noch fühlbaren Dreck auf dem Lack entfernen Sie mit einer Reinigungsknete. Schützen Sie anschließend alle Kunststoffteile mit Klebeband. Dann tragen Sie die Politur mit einem weichen Microfasertuch auf den Lack auf. Aber immer nur Stück für Stück, also so viel, wie Sie unmittelbar von Hand wegpolieren können. Sonst trocknet Ihnen das Mittel ein. Polierwatte ist übrigens nicht empfehlenswert: Sie zieht Fäden, kann den Lack sogar beschädigen. 

Arbeiten Sie mit leichtem Druck, aber nur im Schatten und bei mäßigen Temperaturen. Reste polieren Sie mit einem zweiten sauberen Microfasertuch weg. Zum Schluss ist eine Versiegelung mit Autowachs ratsam. Zur Maschine sollte nur greifen, wer Übung oder Erfahrung hat. Im Zweifel besser einen Profi ranlassen. 

Beschädigungen am lackierten Stoßfänger entfernen Sie am effektivsten mit einem speziellen Politurmittel und einer Poliermaschine. Aber Achtung: Für ein ideales Ergebnis braucht es etwas Erfahrung, mit wie viel Druck und in welcher Geschwindigkeit poliert werden sollte.



5. Scheibenreinigung: Von wegen mit einem Wisch


Handelsübliche Fensterputzmittel und ein Microfasertuch reichen meist aus, um Außen- und Innenscheiben sauber und streifenfrei zu kriegen. Von Hausrezepten mit Zeitungspapier und Zwiebeln wird abgeraten. Klebt immer noch Teer- oder Fliegendreck an der Scheibe, kann man notfalls entsprechende Spezialentferner einsetzen. Die Seitenscheiben vor der Innenreinigung zuerst ein Stück nach unten fahren, damit Sie auch an den oberen Bereich entlang der Dichtungen herankommen. Sonst ärgern Sie sich später über hässliche Ränder. 

Und noch ein Tipp: Reinigen Sie die Innenscheiben senkrecht und die Außenscheiben waagerecht oder umgekehrt. Dann können Sie Schlieren erkennen und einfacher nachbearbeiten – alles für einen guten Durchblick.

Seitenscheiben: 
Vor dem Putzen einfach die Seitenscheiben ein Stück herunterfahren. So vergessen Sie auch die unansehnlichen Ränder nicht. 

Maut-Aufkleber entfernen: 
Sie können das "Pickerl" mithilfe der Hitze eines Haarföns lockern und aufweichen. Anschließend lässt es sich abziehen. Klebereste wischen Sie mit einem handels­üblichen Silikonentferner weg.



6. Innenraum säubern: Alles nur geschäumt


Hier ist Wasser Nebensache: Los geht es mit dem gründlichen Aussaugen des Innenraums. Dabei vor allem die Falten an den Sitzen nicht vergessen. Hier verstecken sich Staub und Krümel besonders gern. Genauso wie in den schmalen, oft fast verborgenen Spalten oder Rinnen am Boden. Vorsicht bei Kunststoffen: Die harte Staubsaugerdüse kann auf weicheren Materialien Kratzer und Spuren hinterlassen. Benutzen Sie einen Pinsel und gehen Sie mit dem Sauger mit etwas Abstand hinterher.

Für die Armaturen eignen sich ein spezieller Markenreiniger für Auto-Innenräume in einem Eimer Wasser und ein Microfasertuch. Auch Sitzpolster und Seitenverkleidungen aus Stoff können damit gereinigt werden. Aber Vorsicht: Nicht nass machen, nur mit Schaum reiben! Nicht dass die versteckte Elektrik etwas abkriegt und teuer repariert werden muss. 

Bei tief sitzendem Schmutz hilft ein Nasssauger, der die Stellen besprüht und die Feuchtigkeit samt Dreck gleich wieder rauszieht. Nach dem Nasssaugen ist die Trocknung der Textilien wichtig. Sorgen Sie für gute Durchlüftung.

Für Kunststoffe im Innenraum gibt es Pflegemittel, die kleinere Kratzer kaschieren. Auch eventuelle Schimmelstellen oder Nässe durch Undichtigkeiten sollten Sie unbedingt beseitigen, um teure Folgekosten zu vermeiden.

Tipps für die Polsterreinigung:

  • Fleckenschreck: Unbedingt empfehlenswert ist ein Innenraumreiniger aus dem Fachhandel. Nehmen Sie ein Marken-, kein Billigprodukt!
  • Cola, Limonade: Heißes Wasser löst den Zucker. Bearbeiten Sie die Flecken mit einem Schwamm. Danach Reinigungsmittel anwenden und trocken reiben. 
  • Kaffee: Schäumen Sie die Stelle mit Innenreiniger kräftig ein. Mit klarem Wasser ausreiben, bis der Fleck entfernt ist. 
  • Erbrochenes: Polster mit Reiniger und Desinfektionsmittel tränken, einwirken lassen. Anschließend mit Nasssauger und Reiniger bearbeiten. Gut trocknen und lüften.
  • Schokolade: Grobe Schokoladenflecken wegbürsten. Stelle nur mit heißem Wasser betupfen, nicht reiben. Mit sauberem Tuch trocken reiben.
  • Blut: Erst den Fleck ausgiebig mit Eiswürfeln, dann mit Tuch und kaltem Wasser betupfen. Nicht reiben!

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