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AU-Verschärfung? Teuer und nutzlos!

09.09.2016

EU_Pläne_Abgas

Eine Pflicht zur Endrohrmessung würde viel Geld kosten.

Eine obligatorische Messung am Auspuff im Rahmen der Abgasuntersuchung würde diese für den Verbraucher verteuern, aber unsere Luft nicht besser machen. Das können nur sauberere Autos


Im Zuge des Skandals um manipulierte Abgaswerte wird der Ruf nach einer Verschärfung der Abgasuntersuchung (AU) lauter. Die Forderung, eine Endrohrmessung im Rahmen der AU vorzuschreiben, ist jedoch fachlich falsch. Denn: Die AU dient dem Zweck, technische Mängel infolge von Verschleiß oder mangelnder Wartung zu erkennen. Abgas-Manipulationen der Hersteller können damit nicht festgestellt werden. 


Eine Verschärfung der AU würde die Verantwortung für die Einhaltung der Abgasgrenzwerte von den Herstellern auf die Verbraucher übertragen. Alle Fahrzeuge müssten dann unter Last auf Rollenprüfständen untersucht werden. Die dadurch entstehenden Mehrkosten hätten die Verbraucher zu tragen. 


Schadstoffausstoß real reduzieren


"Es darf nicht sein, dass die Autofahrer für die Versäumnisse anderer bestraft werden", erklärt Thomas Burkhardt, ADAC Vizepräsident für Technik. "Wir schlagen stattdessen vor, dass die Hersteller die modernsten Abgastechniken einsetzen, um den Ausstoß von Schadstoffen nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch im tatsächlichen Verkehr zu reduzieren."


Um die Umwelt zu entlasten, ist es nötig, die Emissions- und Verbrauchsangaben der Kraftfahrzeughersteller durch eine regelmäßige und unabhängige Feldüberwachung – auch mit Messungen auf der Straße – zu kontrollieren. Bei der künftigen Abgasuntersuchung wird außerdem die Sensorik im Fahrzeug selbst eine wichtige Rolle spielen.


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