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Promillegrenze auch für Fahrbegleiter

Fahren17

Autofahren schon mit 17, ohne Fahrlehrer, aber nicht allein: Das dient der Sicherheit, fordert aber nicht nur vom Führerscheinneuling Vernunft. Auch für die Begleitperson sind Alkohol und Drogen tabu. Und mehr als ein Punkt in Flensburg geht auch nicht.


Das "Begleitete Fahren ab 17" senkt das Mindestalter für den Erwerb der Führerscheinklassen B (Kfz bis 3,5 Tonnen) und BE (Kfz mit Anhänger, jeweils bis 3,5 Tonnen) um ein Jahr. Bis zum 18. Geburtstag darf das Auto jedoch nur in Begleitung einer in der Prüfbescheinigung namentlich eingetragenen, mindestens 30-jährigen Person gesteuert werden. Diese darf zum Zeitpunkt der Beantragung der Prüfbescheinigung nicht mehr als 1 Punkt im Fahreignungsregister haben und muss seit mindestens fünf Jahren im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse B sein.


Nüchternheit gefordert


Die Begleitperson darf nicht aktiv in das Fahrgeschehen eingreifen, sondern steht dem Fahranfänger nur vor und während der Fahrt als Ansprechpartner zur Verfügung. Doch fahrtüchtig muss sie trotzdem sein. Sie darf nicht mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut haben und nicht unter der Wirkung berauschender Mittel stehen. 


Weitere Fragen zum "Begleiteten Fahren ab 17" beantworten die ADAC Juristen hier


Ohne Begleitung Führerschein weg


Die Fahrerlaubnis der Klasse B oder BE wird widerrufen, wenn der Fahranfänger ohne die in der Prüfbescheinigung benannte Begleitperson fährt. Zudem drohen eine Regelbuße von 70 Euro und ein Punkt. Nach einem Widerruf darf eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis der Klasse B oder BE nur nach Teilnahme an einem Aufbauseminar erfolgen. 


Die zweijährige Probezeit beginnt für 17-jährige Fahranfänger sofort mit Aushändigung der Prüfbescheinigung. Jeder Regelverstoß, der mit einem Eintrag im Flensburger Fahreignungsregister geahndet wird, verpflichtet zum Aufbauseminar und verlängert die Probezeit um zwei Jahre. 



Keinen Tropfen Alkohol


Bei Alkohol ist der Gesetzgeber besonders streng und fordert von Fahranfängern völlige Nüchternheit. Wer in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränkes steht, handelt ordnungswidrig. Bei einem Verstoß drohen ein Bußgeld in Höhe von 250 EUR und 1 Punkt. 


Wird die Tat während der Probezeit begangen, so kommt es bei rechtskräftiger Ahndung des Verstoßes zur Anordnung eines Aufbauseminars und damit zur Verlängerung der Probezeit von 2 auf 4 Jahre.


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