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Achtung, Unfall!

Auf deutschen Straßen kracht es im Minutentakt. 2.414.011 Unfälle passierten im vergangenen Jahr. Und das sind nur die von der Polizei registrierten. Die tatsächliche Zahl liegt deutlich höher. Aber die wenigsten wissen, was jetzt zu tun ist. Wir sagen Ihnen, was wichtig ist, was vor Ort geklärt werden sollte und wie es dann weitergeht.


Als Erstes gilt: Sichern Sie die Unfallstelle. Das heißt: Warnblinker einschalten, auf Autobahnen oder Landstraßen sowie bei schlechter Sicht die Warnweste anziehen und schließlich das Warndreieck aufstellen. Bitten Sie Zeugen zu warten. Füllen Sie gemeinsam mit dem Gegner den Unfallbericht aus, den jeder im Handschuhfach haben sollte. Darin halten Sie die Personalien aller Beteiligten und Zeugen fest, geben die Versicherungen an und fertigen eine Skizze vom Unfallort. Den Unfallbericht können Sie online beim ADAC unter www.adac.de/unfallbericht ausdrucken oder sich in jeder Geschäftsstelle abholen. Ganz wichtig: Machen Sie Fotos von der Unfallstelle! Das kann später, falls es zum Streit kommt, eine große Hilfe sein.


Wann brauchen Sie die Polizei? Bei Mietwagen und Firmenfahrzeugen immer. Ansonsten nur bei hohem Sachschaden oder wenn jemand verletzt wurde. Grundsätzlich gilt: Bei Bagatellschäden muss die Unfallstelle möglichst bald geräumt werden. Bei schwereren Unfällen sollten die Beteiligten aber nichts verändern und auf die Polizei warten.


Wenn Sie glauben, dass Sie mindestens eine Teilschuld haben, müssen Sie umgehend Ihre Versicherung informieren. Die nimmt dann Kontakt mit dem Unfallgegner auf. Ihre eigenen Ansprüche machen Sie oder Ihr Anwalt bei der gegnerischen Versicherung geltend. Ist die Haftungsfrage klar, gibt es vollen Schadenersatz.


Bei Bagatellschäden unter 1000 Euro genügt der Versicherung der Kostenvoranschlag einer Werkstatt mit Fotos vom Auto. Bei höheren Schäden und Totalschaden muss ein Gutachter eingeschaltet werden. Den Sachverständigen dürfen Sie selbst aussuchen. Lediglich bei Kaskoschäden sind Sie verpflichtet, den Gutachter Ihrer Kfz-­Versicherung zu nehmen.


Wer nach einem Unfall gesundheitliche Beschwerden hat, sollte am besten sofort zum Arzt gehen und Verletzungen dokumentieren lassen. Das ist für die Höhe eines Schmerzensgeldes wichtig.


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