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Hohe Abweichungen bei Abgastests

Bei den Ergebnissen der ADAC EcoTests fallen unseren Experten immer wieder hohe Abweichungen von den Herstellerangaben auf. Daher setzen wir uns schon seit Jahren für realitätsnahe Abgas- und Verbrauchsmessungen ein.

Auf einem eigenen, zertifizierten Prüfstand untersuchen unsere Experten seit 2003 jährlich etwa 150 Pkw in puncto CO2-Emissionen und Schadstoffe. Im ADAC EcoTest stellen sie auch bei Dieselfahrzeugen immer wieder Abweichungen von den aktuellen Euro-6-Grenzwerten fest. 


Diese Abweichungen sind allerdings geringer als im Fall von VW in den USA: Es handelt sich nicht um den Faktor 10-40 wie bei VW in den USA, allerdings kommt der Faktor 7-20 durchaus häufig vor.


Strengeres Gesetz nötig

Unserer Meinung nach sollte ein sauberer Diesel gesetzlich in keinem Betriebszustand eine höhere Abweichung vom Euro-6-Grenzwert zeigen als den sogenannten Conformity Factor 1,5, bei dem die realen Stickoxidemissionen nur 50 Prozent über dem Laborwert liegen. Die Hersteller fordern dagegen einen weit höheren Abweichungsfaktor. Wir setzen uns seit Jahren dafür ein, dass realitätsnahe Verbrauchsangaben auch gesetzlich vorgeschrieben werden.


Durch moderne Clean-Diesel-Technologie könnten die Stickoxide (NOx) der Dieselfahrzeuge im realen Betrieb in den Städten und auch auf der Autobahn um 90 bis 95 Prozent gesenkt werden.


Der EcoTest des ADAC ermittelt alle Verbrauchswerte auf der Basis eigener Messungen – inklusive der Kraftstoff-Herstellung (Well-to-Wheel). Dabei werden die Fahrzeuge, ergänzend zum Typprüfzyklus (NEFZ), in einem Autobahnzyklus und im neuen Weltzyklus (WLTC) geprüft, einer Vorstufe des WLTP, der ab 2017 schrittweise als neuer Standard eingeführt werden soll.



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