Ablenkung: Die unterschätzte Gefahr

31.08.2016

Ablenkung_Fahrer

Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahr, die von Ablenkung am Steuer ausgeht.

Unaufmerksamkeit kann schlimme Folgen haben. Neben dem Handy können auch scheinbar harmlose Nebentätigkeiten gefährlich werden – für Fußgänger und Autofahrer.

Eine Nachricht schreiben, das Fahrziel ins Navi eintippen oder telefonieren: Schnell lassen sich Autofahrer am Steuer ablenken. Die meisten unterschätzen dabei die Gefahr, die davon ausgeht. Denn wer bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nur zwei Sekunden lang unachtsam ist, legt fast 28 Meter im Blindflug zurück. 

Das Hauptproblem: Für viele ist Autofahren Routine, vor allem auf bekannten Strecken lässt die Konzentration schnell nach. Auch der Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit verleitet dazu, sich zusätzlich zu beschäftigen. Nach unserer Ansicht sollte das Thema Ablenkung deshalb stärker in die Fahrausbildung integriert werden. 

76 Prozent hätten nicht bremsen können 

2015 fand der ADAC in einer gemeinsamen Studie mit dem österreichischen Automobilclub ÖAMTC heraus, dass Menschen die Folgen von ablenkenden Tätigkeiten auf ihr Fahrverhalten unterschätzen. Am längsten ging der Blick weg von der Straße beim Bedienen des Navigationsgerätes, gefolgt vom Telefonieren mit dem Handy. 

Aber auch Nebentätigkeiten, wie eine Brille aus dem Etui nehmen oder aus der Wasserflasche trinken, wirken sich selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten zwischen 30 und 50 km/h auf das Fahrverhalten aus. Das Ergebnis: 76 Prozent der Fahrer hätten nicht vor einem plötzlich auftretenden Hindernis bremsen können.  

Auch Fußgänger und Radfahrer können bei einem drohenden Zusammenstoß oft nicht schnell genug reagieren, wenn sie abgelenkt sind. Wer zum Beispiel beim Laufen aufs Smartphone starrt oder als Radfahrer Musik über Kopfhörer hört, verliert die Aufmerksamkeit für das Verkehrsgeschehen. Nicht nur beim Überqueren von Straßen kann es dabei zu schweren Unfällen kommen.


Mehr zum Thema


Hinweis


War dieser Artikel für Sie hilfreich?
0 von 0 Nutzern fanden diesen Artikel hilfreich

Zwei Klicks für mehr Datenschutz
Bitte aktivieren Sie die Buttons, bevor Sie Ihre Empfehlung an Facebook, Twitter oder Google+ senden.
Hinweis: Durch Aktivieren der Buttons werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google+ ins Ausland übertragen.
Details zum Datenschutz bei Nutzung der Gefällt-Mir-Buttons

– Reise & Freizeit –

ADAC Maps

Ihre individuelle Reiseplanung mit Routenempfehlung, Verkehrsinformationen, Sehenswürdigkeiten, nützlichen Adressen etc. Mehr





Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität