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Fahren im Winter

Verkehrssituationen im Winter können wegen Eis und Schnee tückisch werden. Wer das nicht berücksichtigt, begibt sich auch rechtlich auf Glatteis und riskiert neben Punkten in Flensburg saftige Bußgelder. 


Der ADAC hat Tipps zusammengestellt, wie Autofahrer sicher und ohne Geldbußen durch den Winter kommen:

  • Es ist verboten, den Motor im Stand warmlaufen zu lassen. Wer das nicht beachtet, wird mit zehn Euro abgemahnt.
  • Ist die Frontscheibe vereist oder mit Schnee bedeckt, reicht es nicht, ein kleines Guckloch frei zu kratzen. Wer dies dennoch tut, muss mit eingeschränkter Sicht und zehn Euro Bußgeld rechnen. Für ausreichende Sicht bei der Fahrt ist auch wichtig, dass die Scheibenwischanlage mit Frostschutzmittel gefüllt ist.
  • Sind verschneite Verkehrsschilder aufgrund ihrer Form (zum Beispiel Stopp oder Vorfahrt gewähren) zu erkennen, oder ist der Autofahrer ortskundig, schützt die fehlende Lesbarkeit beim Verstoß nicht vor Strafe.
  • Blinker, Rücklichter, Scheinwerfer und das Kennzeichen müssen vor Fahrtantritt von Schnee und Eis befreit werden. Das gilt auch für das Autodach, damit weder der nachfolgende Verkehr noch die eigene Sicht durch herab fallende Schneemengen behindert wird. 
  • Fahrzeuge mit Sommerreifen haben im Straßenverkehr jetzt nichts mehr zu suchen. Wer trotz verschneiter Straßen nicht mit Winter- oder Ganzjahresreifen ausgestattet ist, sollte das Auto stehen lassen; sonst drohen 40 Euro Geldbuße und ein Punkt in Flensburg. Wer durch falsche Bereifung den Verkehr behindert, wird mit 80 Euro und einem Punkt abgestraft. 
  • Fährt ein Schneeräumer vor Ihnen, bleiben Sie am besten dahinter – und zwar mit großem Abstand. Denn das Streugut wird mit hohem Druck auf die Fahrbahn geschleudert. Das kann Lackschäden verursachen. Kommt der Winterdienst von hinten angefahren, lassen Sie ihn vorbei – auf geräumten Straßen fährt es sich einfach besser. Bei Staus auf Autobahnen gilt zusätzlich: Wenn der Räumdienst kommt, muss eine Gasse freigemacht werden, bei zweispurigen Fahrbahnen in der Mitte, bei dreispurigen zwischen der linken und der mittleren Spur, der Standstreifen bleibt frei.
  • Wer seinen Wagen mit abgelaufenem Saisonkennzeichen auf öffentlichen Plätzen oder Straßen abstellt, zahlt 40 Euro, bekommt einen Punkt und muss die Kosten fürs Abschleppen zahlen.
  • Radwege müssen im Winter von Schnee und Eis befreit und gestreut werden. Ist das ganz offensichtlich nicht der Fall, dürfen Radfahrer auch dann auf die Straße ausweichen, wenn ein entsprechendes Schild an sich die Radwegbenutzung vorschreibt. Wagt sich ein Biker trotz Eis oder dicker Schneedecke auf einen nicht geräumten Radweg, muss er bei einem Unfall oder Sturz selbst haften.

Der ADAC empfiehlt, immer einen Eiskratzer, einen kleinen Besen und eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe im Auto sowie für den Notfall einen Türschloss-Enteiser in der Manteltasche zu haben.


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