DruckenPDF

Die wichtigsten Auto-Tipps für den Winter

9.000 Anrufe in nur 15 Minuten. Mit 27.512 Einsätzen über fünfmal soviele wie an einem "normalen" Tag. Die ADAC-Pannenhilfe fährt gerade Sonderschichten ohne Ende. Hier gibt unser Experte Hubert Paulus vom ADAC Technik Zentrum in Landsberg/Lech wichtige Tipps, wie Sie trotz extremer Temperaturen ohne Probleme durch die Eiszeit kommen.


Batterie:

  • Häufigste Pannenursache ist im Winter die Batterie. So gehen Batterien, die älter als vier Jahre sind schon bei höheren Temperaturen als minus 20 Grad leicht in die Knie. Wird ein Auto nur für Kurzstreckenfahrten unter 15 km am Stück benutzt, sollte man alle zwei Tage auch eine längere Strecke fahren, bis die Motortemperatur angestiegen ist. Oder die Batterie zu Hause an einem externen Ladegerät anschließen. Kurzstreckenfahrten belasten die Batterie extrem stark: Wenn das Gebläse, die Stand- und Sitzheizung laufen, kann die Batterie auf dieser kurzen Strecke nicht mehr aufladen. Verweigert die Batterie tatsächlich den Geist kann man sie mit Starthilfe zumindest vorrübergehend wieder fit bekommen. Starthilfe gibt übrigens nicht nur der ADAC, sondern kann auch als Nachbarschaftshilfe organisiert werden. Auch Taxen geben für einen Unkostenbeitrag gerne Starthilfe.
  • Bei Batterien, die nicht älter als fünf Jahre sind, ist in der Regel das Herstellungsdatum auf dem Gehäuse eingeprägt. Ist dies nicht der Fall, ist davon auszugehen, dass es sich um eine alte und vermutlich schwache Batterie handelt.


Diesel:


  • Zwar versprechen die Mineralöl-Gesellschaften beim sogenannten Winterdiesel Sicherheit bis zu minus 25 Grad, aber im Moment liegen wir selbst damit schon im Grenzbereich. Vor allem, wenn der Tank noch nicht vollständig mit Winterdiesel gefüllt ist, friert der Kraftstoff auch schon über minus 25 Grad ein. Das Problem liegt dabei in den Paraffinen im Kraftstoff, die im Dieselfilter ausflocken, wodurch das Auto gar nicht mehr anspringt oder nach wenigen Metern wieder ausgeht. Bei anhaltend kalten Temperaturen sollte das Auto deshalb in der Garage oder zumindest windgeschützt mit der Motorhaube an einer Hauswand abgestellt werden. Wer keine Garage hat, kann sich eventuell auch kurzfristig in die Garage des Nachbarn einmieten.
  • Läuft ein Dieselfahrzeug nach dem Kaltstart nicht richtig rund und nimmt schlecht Gas an, ist das oft schon ein Zeichen für einen verstopften oder eingefrorenen Kraftstofffilter. In diesem Fall ist es besser, das Fahrzeug wieder in die Garage zu stellen. Wenn die Möglichkeit dazu besteht, sollte man das Fahrzeug mit einem elektrischen Heizlüfter anwärmen, bis der Kraftstoff in den Leitungen wieder flüssig ist. Wegen der Brandgefahr ist auf jeden Fall davon abzuraten das Auto mit offenen Feuerquellen aufzuheizen.


Türen und Schlösser:

  • Türgummis und Dichtungen lassen sich mit Gummipflegemittel oder Silikonspray vorbehandeln. So kann verhindert werden, dass die Türen komplett am Rahmen anfrieren. Türschloss-Enteiser hilft gegen das Zufrieren der Schlüssellöcher - auch präventiv. 


Frostschutz:

  • Achten Sie darauf, dass das Wischwasser nicht nur mit Wasser aufgefüllt wird, sonst droht der Behälter zu zerplatzen. Sowohl hier, als auch im Kühlerkreislauf sollte genug Frostschutzmittel (Achtung: Scheiben- und Kühlerfrostschutz sind zwei komplett unterschliedliche Produkte und dürfen nicht verwechselt werden) vorhanden sein. Ob im Kühler genug Frostschutzmittel ist, lässt sich mit einer sogenannten Glykolspindel testen, die es an fast jeder Tankstelle gibt.


Allgemeine Tipps:

  • Gerade bei längeren Fahrten sollte jeder Autofahrer für den Fall der Fälle wärmende Decken, Handschuhe und eine Mütze im Auto haben - auch für Kinder und Beifahrer. Sollte die Pannenhilfe auswärts doch einmal länger auf sich warten lassen, kühlt ein Auto sehr schnell aus, im Cockpit wird es mitunter bitter kalt. Schlimmer noch, wenn man sich außerhalb des Autos aufhalten muss. Wichtig ist auch ein aufgeladenes Mobiltelefon: Nur damit erreichen Sie unterwegs die Pannenhilfe oder private Helfer. 
  • Kratzen Sie sorgfältig alle Scheiben Ihres Fahrzeugs frei oder schützen Sie Sie abends mit Folien vor dem Zufrieren. Wer nur mit dem berühmten „Guckloch“ in der Frontscheibe losfährt, gefährdet sich und andere, da er die übrigen Verkehrsteilnehmer gar nicht richtig sehen kann.




– Mitgliedschaft –

Vorteile bei Shell

Mitglieder sparen an allen teilnehmenden Stationen in Deutschland 1 Cent* pro Liter Kraftstoff. Mehr





Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität