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Die Schweizer Vignette wird richtig teuer

Die Kosten für den Autobahn-Aufkleber könnten von derzeit 40 auf 200 Franken steigen. Die Regierung hatte eine Erhöhung ins Gespräch gebracht, um die wachsenden Verkehrskosten auffangen zu können.

Auch eine Verfünffachung des Preises auf 200 Franken sei denkbar. Die 1985 eingeführte Vignette bringt etwa 300 Millionen Franken im Jahr ein. Der Preis der Autobahnvignette wurde zuletzt im Jahr 1995 angehoben - damals von 30 auf 40 Franken im Jahr. Seither sei das Straßennetz bedeutend verbessert und ausgebaut worden, argumentiert die Regierung.

Die neue Regelung könnte ab 2014 oder 2015 greifen. Um die steigenden Kosten für den Unterhalt und Ausbau der Straßen zu stemmen, soll zudem in einer zweiten Stufe der Mineralölsteuerzuschlag erhöht werden. Ein entsprechender Vorschlag könnte dem Parlament im Jahr 2015 unterbreitet werden. Der Mineralölsteuerzuschlag sei letztmals 1974 erhöht worden, heißt es von der Regierung.

Zwar plant die Schweiz gleichzeitig die Einführung einer Kurzzeitvignette, deren Zeitraum noch völlig offen ist. Diese wäre aber mit 31,50 Euro so teuer wie die bisherige Jahresvignette. Dies kritisiert der ADAC aufs Schärfste, weil so deutsche Urlauber gemessen an ihrer Fahrleistung unangemessen
hoch zur Kasse gebeten werden. Die Schweizer Infrastruktur darf nicht auf Kosten der Touristen saniert werden.

Generell befürwortet der ADAC Kurzzeitvignetten, diese müssen aber preisgünstige Möglichkeiten bieten, ein Land zu bereisen. Wenn Kurzzeitvignetten so teuer werden, wie bisher die Jahresvignette, muss man an einer seriösen Preisgestaltung zweifeln, so der Club. Der ADAC appelliert deshalb an den Schweizer Bundesrat, seine Pläne zu überdenken, Preissteigerungen moderat zu gestalten und günstige Kurzzeitvignetten einzuführen.



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