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2011 mehr Unfalltote als im Vorjahr

Bei der Unfallbilanz 2011 gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Es wurde das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Unfallstatistik im Jahr 1950 erreicht.Die schlechte: Es gab mehr Unfalltote als im Vorjahr. Fast 4000 Menschen starben deutschlandweit im Jahr 2011 an einem Verkehrsunfall.


Das statistische Bundesamt (Destatis) bestätigte nun die Schätzung des ADAC vom letzten Dezember, wonach 2011 die Zahl der Verkehrstoten gestiegen ist. Im letzten Jahr verloren 3991 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben, 343 oder 9,4 Prozent mehr als 2010. Auch bei der Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen ist leider ein negativer Trend festzustellen. Sie stieg auf etwa 391 500. Das entspricht gegenüber 2010 einer Zunahme um 5,5 Prozent.

Hauptgrund für den deutlichen Anstieg war die Witterung. Milde Wintermonate, ein trockener Frühling und ein warmer Herbst sorgten dafür, dass mehr Fußgänger und Motorradfahrer unterwegs waren. Sind diese in Unfälle verwickelt, steigt die Unfallschwere rapide an.

Trotz der negativen Entwicklung bleibt Deutschland zum zweiten Mal seit Einführung der Verkehrsstatistik unter der Marke von 4 000 Verkehrstoten. Damit wurde das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Unfallstatistik im Jahr 1950 erreicht. Gleichwohl zeigen die schlechteren Zahlen, dass es künftig noch größerer Anstrengungen bei der Verkehrssicherheitsarbeit bedarf. So gilt es vor allem, die Verkehrserziehungsaktionen der Polizei, des ADAC und anderer Organisationen weiter auszubauen.

Zudem fordert der ADAC die Ausbildung junger Fahranfänger, die ein besonders hohes Unfallrisiko haben, über den eigentlichen Führerscheinerwerb hinaus zu verlängern. Auch die modernen Sicherheitssysteme in den Fahrzeugen müssen weiterentwickelt und Unfallschwerpunkte an Straßen entschärft werden.


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