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Heißer Streit um Kältemittel

Damit sie auch bei hohen Temperaturen im Auto für kühle Köpfe sorgen können, werden Klimaanlagen mit einem Kältemittel befüllt. Die EU hat das bisher verwendete Mittel verboten, doch Daimler weigert sich aus Sicherheitsgründen, den Ersatzstoff R1234yf einzusetzen.


Seit 1. Januar 2013 ist das Kältemittel R134a wegen seiner Klimaschädlichkeit verboten. Daimler aber will das umweltfreund­li­chere Kältemittel mit dem kryptischen Namen R1234yf nicht nutzen, weil es sich bei einem eigenen Test des Herstellers im heißen Motorraum entzündet und dabei giftige Flusssäure freigesetzt hat. 


Jetzt geht der Streit in eine neue Runde: Die EU-Kommission lehnte die Anfrage des Bundesverkehrsministeriums um Fristverlängerung für die Verwendung des alten Kältemittels R134a ab. Schlimmer noch: Die EU­-Behörde forderte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auf, alle neu zertifizierten Modelle mit R134a zu benennen und darzulegen, "was die Behörde zu tun gedenke, um die Konformität mit dem Gesetz wiederherzustellen". Doch ein Schlupfloch ließ die Kommission offen: In ihrem Brief erbittet sie vom KBA weitere Belege für die Sicherheitsbedenken der deutschen Autohersteller, um eigene Untersuchungen anstellen zu können. Eine Frist setzte die EU-Kommis­sion dafür nicht. 


Der ADAC empfiehlt, Klimaanlagen mit dem natürlichen Kältemittel CO2 als besonders umweltfreundliche und sichere Alternative weiter zu entwickeln und so schnell wie möglich in den Markt zu bringen. Eine etwaige Erhöhung der Brandgefahr durch das Kältemittel R1234yf ist nicht akzeptabel. Diese Lösung unterstützt auch das Umweltbundesamt. Sein Präsident Jochen Flasbarth will den Herstellern bis 2015 Zeit geben, um CO2 zur Serienreife zu bringen.


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