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Das stinkt doch zum Himmel

 

Den Rückflug von Honolulu nach Düsseldorf hatte sich ein Passagier aus Deutschland sicher anders vorgestellt. Denn bevor es sich der Gast im Flieger richtig bequem machen konnte, saß er auch schon wieder am Gate - und schaute dem Flieger beim Abheben zu. Doch was war passiert?

 

Noch während der Startvorbereitungen wurde der Gast aufgrund seines starken Körpergeruchs von einer Flugbegleiterin gebeten, sein Hemd zu wechseln. Da alle sauberen Oberteile bereits im Bauch des Fliegers verstaut waren, war ein Hemdenwechsel nicht möglich. Alle Argumente und guten Worte halfen nichts, der Passagier musste den Flieger wieder verlassen, denn laut Geschäftsbedingungen der Airline behält diese sich vor, Reisende mit „extremem Körpergeruch“ nicht befördern zu müssen.

 

Dem Passagier stank die Nummer ganz gewaltig: Zurück in Deutschland klagte er auf 2200 Euro Schadensersatz – ohne Erfolg. Das Oberlandesgericht Düsseldorf sprach ihm lediglich die zusätzlichen Übernachtungskosten von 260 Euro zu. Bei der Fluggesellschaft KLM wäre es womöglich gar nicht so weit gekommen. Ab Anfang 2012 bieten die Niederländer den Service „Social Seating“ an. Wer beim Online-Check sein Facebook-Profil angibt, wird neben jemanden gesetzt, der ähnliche Interessen und Vorlieben hat. Und da wird sich vielleicht eine Person finden, die auf „extremen Körpergeruch“ abfliegt.


Auch Ärger mit der Airline?

 

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