DruckenPDF

ADAC Schnee-Spezial: So sind Sie gerüstet. Tests von Skigebieten, Pisten, Helmen und Protektoren

Der Winter kommt und mit ihm die Ski- und Snowboard-Zeit. Auch die aktuelle Ausgabe der ADAC Motorwelt steht im Zeichen des Wintersports. Denn etwa vier Millionen Deutsche zieht es auf die Pisten der Alpen und Mittelgebirge. Es ist die Kombination aus Bergpanorama, Jagertee, frischer Luft und sportlicher Herausforderung, die Skifahren und Snowboarden so reizvoll macht. Wie Sie günstig, gesund und mit viel Spaß durch die Wintersaison kommen,  zeigen wir Ihnen in dieses Spezial.

Etwa 700 Skigebiete in den Alpen und Mittelgebirgen buhlen um Gäste. In diesem riesigen Angebot das Passende zu finden, ist gar nicht so leicht. Abseits der großen Wintersportzentren finden sich auch kleine Täler, die mit moderaten Preisen, freien Pisten und oft noch ursprünglichen Bergdörfern punkten. Wir haben eine Liste von 20 preiswerten Skigebieten zusammengestellt. Die komplette ADAC-Preisstudie für 100 Skigebiete der Alpen finden Sie im ADAC Reisemagazin Ski 2011.

 

Das sind die schönen Seiten. Die weniger schönen: Nach Schätzungen der Auswertungsstelle für Unfälle im Skisport (ASU) werden sich in dieser Saison wieder 48 000 Wintersportler verletzen. Die Glücksgefühle im Schnee wandeln sich dann schnell ins Gegenteil.

ADAC-Skifahrer
Wo sich alpine Skifahrer verletzten: Knie und Schulter sind besonders gefährdete Körperstellen (Angaben in Prozent, Quelle: ASU).

 

Damit die Ferien nicht im Krankenhaus enden, setzt sich der ADAC für mehr Sicherheit im Wintersport ein. Ob Helme oder Protektoren, Skipisten oder Skigebiete: Unsere Experten und ihre Partner testen, bewerten und empfehlen. Darüber hinaus hat der Club mit dem Deutschen Skilehrerverband (DSLV) und dem Ski-Experten Christian Neureuther ein einzigartiges Ski-Sicherheitstraining entwickelt, das in dieser Saison startet.

Das Prinzip ist ähnlich wie bei den Fahrsicherheitsprogrammen für Autofahrer. Der Verkehr auf den Pisten steigt stetig an. Manche Abfahrtshänge werden im Winter zu Autobahnen, denn immer mehr Sportler sind immer schneller unterwegs – Carving-Ski machen’s möglich. Selbst Amateure erreichen mittlerweile Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Wer dann im Notfall nicht richtig bremsen oder ausweichen kann, gefährdet sich und andere. Auf solche Situationen sollen die Teilnehmer der Ski-Trainings vorbereitet werden. „Die meisten Unfälle passieren, weil Skifahrer oder Snowboarder im entscheidenden Moment falsch reagieren“, erklärt Neureuther. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten zählt jede Zehntelsekunde.

 

So funktionieren die ADAC-Ski-Trainings

In dem 4-stündigen Training gibt es drei Übungseinheiten:

 

Spur-/Tempo-Check (1) Die Skifahrer trainieren das schnelle und richtige Reagieren auf stark frequentierten, breiten Pisten. Sie üben Schwingen im engen Korridor, Stoppen, Überholvorgänge und Ausweichmanöver.

Balance-/Technik-Check (2) In diesem Modul sollen die Teilnehmer Kurven rückwärts fahren, Drehungen um 180 oder 360 Grad vollführen und ihre Balance und Grenzen beim Springen über kleine Schanzen austesten. 

Material-/Taktik-Check (3) Ist meine Ausrüstung noch zeitgemäß, sitzen Helm und Skischuhe, sind die Kanten beschädigt oder abgefahren? All diese Fragen werden geklärt, und die Trainer geben Tipps für das richtige Equipment.

Wintersportler können an rund 100 DSLV-Partner-Ski- Schulen in den Alpen und den deutschen Mittelgebirgen ein Ski-Training absolvieren. Die Kurse werden in drei verschiedenen Niveaustufen (Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten) angeboten. Kostenpunkt: 75 € pro Person. ADAC-Mitglieder zahlen nur 59 €. Buchung unter www.adac.de/skitraining

 

Verletzungsrisiko und sichere Helfer: Mehr als zehn Prozent der Skifahrer verletzen sich laut Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) am Kopf. Umfragen zufolge waren in der folgenden Saison schon 70 Prozent der Erwachsenen auf deutschen Abfahrten mit Kopfschutz unterwegs, bei Jugendlichen unter 15 Jahren waren es sogar 95 Prozent. Doch nicht alle Helme bieten ausreichenden Schutz und sind darüber hinaus auch noch bequem. Der ADAC hat 16 aktuelle Ski- und Snowboardhelme getestet.

Protektoren sind noch weniger verbreitet als Helme, könnten aber schon bald zur Standardausrüstung werden. Bereits jetzt schützen fast die Hälfte aller Snowboarder und an die 13 Prozent der Skifahrer nach Schätzungen der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) empfindliche Körperstellen wie Rücken und Steiß mit einem „Panzer“. Gemeinsam mit dem Deutschen Skiverband (DSV) und dem DSV aktiv Ski & Sportmagazin hat die SIS neun aktuelle Rückenprotektoren untersucht. Alle Details zum Test als PDF zum Download.

 

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch: Wie sicher und komfortabel sind die Pisten in den Alpen und den Mittelgebirgen? Der ADAC hat 20 bekannte und viel befahrene Skipisten in sieben europäischen Ländern auf Service und Sicherheit untersucht. Kriterien waren neben Markierungen und Absperrungen auch die Parkplatzsituation und die Wartezeiten am Lift. Die gute Nachricht: In der Kategorie Sicherheit schnitten fast alle Testabfahrten gut ab. Die detaillierten Testergebnisse finden Sie hier.


Skipisten im Test



– Mein ADAC –

ADAC Newsletter

Kostenlos und immer aktuell: Mobilitätsnachrichten, neueste Testergebnisse, Vorteile für Mitglieder und Gewinnspiele per E-Mail. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität