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Regelkunde für den Straßenrand

Für Autofahrer gehört es zum täglichen Brot: Parken. Doch die innerstädtische Platznot und die kreative Raumnutzung mancher Autofahrer sind dann oft fragwürdig und weniger Auslegungssache, als man denken mag. Dabei lassen sich einige Knöllchen gut vermeiden. Unser kleiner Park-Knigge. 


Das Schild mit den zwei roten, gekreuzten Balken hat eine klare Botschaft: absolutes Haltverbot, ohne Ausnahme, ohne Schonfrist. Im eingeschränkten Haltverbot (ein Balken) ist das anders – hier sind Stopps von maximal drei Minuten erlaubt. Ausnahme: Ein- und Aussteigen oder Be- und Entladen darf länger dauern.


Wer falsch parkt, zahlt – je nach Länge der Überschreitung und Schwere des Verstoßes – zwischen 10 und 35 Euro Geldbuße. Juristisch macht die Kommune mit dem Knöllchen ein Verwarnungsgeldangebot. Wenn innerhalb einer Woche bezahlt wird, ist die Sache erledigt. Sonst erlässt die Behörde einen Bußgeldbescheid. Zusätzliche Kosten: 28,50 Euro. Eingestellt wird das Verfahren häufig, wenn der Fahrer nicht zu ermitteln ist. Der Halter des Fahrzeugs zahlt aber auch dann die Verfahrenskosten (mindestens 23,50 Euro).


Die großzügigste Regelung gibt es bei Parkscheiben: Die Ankunftszeit darf bis zur nächsten halben Stunde vorgedreht werden. Wer um 12.01 Uhr kommt, darf auf 12.30 Uhr stellen. Kein Pardon gibt es vor Feuerwehrzufahrten oder bei Behindertenparkplätzen. Hier wird sofort abgeschleppt. Der Falschparker zahlt diese Kosten und das Verwarnungsgeld. 


Noch teurer kann es für notorische Parksünder werden. 109 Knöllchen in drei Jahren rechtfertigen eine Medizinisch Psychologische Untersuchung (MPU), bestätigte das Verwaltungsgericht Saarlouis (Az. 10 K 487/11). Der Kläger fiel übrigens durch und verlor seinen Führerschein.



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