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ADAC kürt Motorsportler des Jahres

Der Rosenheimer DTM-Champion Martin Tomczyk ist ADAC Motorsportler des Jahres. Luca Amato setzte sich bei den Junioren durch. Die Jury entschied sich am vergangenen Dienstagabend im vierten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit für den 29-jährigen Tomczyk vor dem 17 Jahre alten Motocross-Weltmeister Ken Roczen.

 

Die Wahl zum ADAC Junior-Motorsportler des Jahres ging mit der knappen Mehrheit von einer Stimme an den IDM-Vizemeister Luca Amato (15) aus Bergisch Gladbach vor Manuel Saueressig, dem jüngsten Gesamtsieger im ADAC Motorboot Masters 2011. Die Preise werden im Rahmen der ADAC SportGala am 19. November 2011 in München überreicht. Martin Tomczyk erhält den großen ADAC Christophorus aus Nymphenburger Porzellan, Luca Amato ein kleineres Pendant.

 

Der Titel ADAC Motorsportler wird seit 1980 für herausragende Leistungen im Motorsport verliehen. Die Liste der Gewinner beginnt mit den Rallye-Weltmeistern Walter Röhrl/Christian Geistdörfer. Auf ihr finden sich unter anderem auch der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, der zweimalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, DTM-Rekordchampion Bernd Schneider sowie der fünfmalige Motorrad-Weltmeister Anton Mang. Der Titel ADAC Junior-Motorsportler des Jahres wurde erstmals 1990 verliehen.

 

Martin Tomczyk: der sympathische Teamplayer

Über Kartrennen von 1992 bis 1997 kam der ADAC Motorsportler des Jahres 2011 in die Formel BMW ADAC und wurde 1998, in seinem ersten von zwei Jahren in der Serie, auf Anhieb Vizemeister. 1999 wurde er in dieser Formel Portugiesischer Meister. Nach einem Jahr in der Formel 3 setzte ihn Audi seit 2001 in der DTM ein. Als 19-Jähriger im Abt Sportsline Juniorteam war er damals der jüngste Starter in der DTM. Gleich bei seinem zweiten Rennen (auf dem Nürburgring) wurde er Vierter. Seinen ersten Podiumsplatz holte Martin Tomczyk 2004 in Estoril, zwei Jahre später in Barcelona siegte er erstmals. Seine beste Saison bisher war 2007, als er in der Gesamtwertung auf Platz drei kam.

 

2011 holte Martin Tomczyk den Meistertitel in einem Audi von 2008 – damit war er auch der erste DTM-Champion in einem Jahreswagen. In zehn Rennen siegte er dreimal, fuhr achtmal auf das Podium und war nie schlechter als Fünfter. Genau diese Leistung war es, die die Jury beeindruckte. Dazu kamen sein Kampfgeist und die Tatsache, dass er 2011 auf allen Strecken und bei jedem Wetter gut zurecht kam. Anerkannt wurden aber auch seine immer sympathischen Auftritte und sein Engagement im Team. Nach dem Wechsel von Abt zu Phoenix riss er schon bei der Vorbereitung im letzten Winter alle mit, brachte sich in die Arbeit ein und motivierte die Teammitglieder im Laufe der Saison immer wieder zu Top-Leistungen.

 

„Ich freue mich sehr, denn ADAC Motorsportler des Jahres ist eine wertvolle und außerordentlich bedeutsame Auszeichnung. Das ist natürlich super und diesen Preis zum zweiten Mal nach 2007 entgegen nehmen zu dürfen, ist eine ganz besondere Ehre für mich. Es zeigt mir, dass die Leistungen, die ich in der abgelaufenen Saison erbracht habe, gesehen, gewürdigt und anerkannt werden. Das Konkurrenzumfeld für mich war ja in diesem Jahr nicht gerade gering“, so Martin Tomczyk.

Das gesamte ADAC Motorwelt Interview mit DTM-Champion Tomczyk können Sie hier nachlesen.

 

Luca Amato: An die Spitze gekämpft

Knapp ging es zu für den ADAC Junior-Motorsportler 2011. In der Wahl setzte sich Luca Amato im vierten und letzten Wahlgang mit einer Stimme Vorsprung durch. In der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) 2011 der Klasse bis 125 ccm wurde er nur um einen Punkt geschlagen Vizemeister. Ein Erfolg, mit dem kaum einer gerechnet hatte, denn nach einer Verletzung konnte Amato im Vorjahr nur fünf von zwölf Rennen bestreiten. Doch mit großem Kampfgeist fuhr der 15-Jährige in diesem Jahr zurück an die Spitze.

 

Luca Amato begann seine noch junge Laufbahn 2004 im Motocross. 2007 und 2008 wurde er Meister im ADAC Minibike Cup; 2009 holte er im ADAC Junior Cup Rang drei. Im letzten Jahr gewann der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Amato auf dem Sachsenring und war damit der jüngste IDM-Rennsieger aller Zeiten. 2011 holte er in acht Rennen drei Siege und war nie schlechter als Fünfter – damit überzeugte er auch die ADAC Jury. 



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