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A wie Angriff

Mercedes hat das Ziel fest im Visier: Die neue A-Klasse soll junge Menschen begeistern. Und stylt die neue A-Klasse sportlich-dynamisch, aber auch edel. „Wir sind jung, wir sind lebensfroh, wir genießen die Gegenwart in allen Facetten“, heißt die Botschaft. 


Beim ersten Blick auf die A-Klasse wird bereits erkennbar, was seine Väter mit ihr vorhaben. Der neue Baby-Benz sieht muskulös und sehr dynamisch aus, die Karosserie ist extrem flach (1,43 Meter). Selbst ein kleiner Fiat 500 präsentiert sich rund fünf Zentimeter höher. Zum Ein- und Aussteigen ist eine gewisse Gelenkigkeit vonnöten, die manche ältere Autofahrer vielleicht nicht mehr haben. Mercedes sieht darin kein Problem: Denn für diese Kundschaft gäbe es alternativ ja die B-Klasse.


Jugendlichkeit stand auch bei der Gestaltung des Innenraums im Fokus. Der Fahrer sitzt tief in engen Sportsitzen, hinter einer stark geneigten Frontscheibe, mehr wie in einem Coupé als in einem Kompaktwagen. Das Infotainment-System Comand Online (für rund 3300 Euro Aufpreis) offeriert ein ganzes Spektrum an Möglichkeiten: angefangen bei der Nutzung von Mercedes-Benz-Apps bis zum Aufrufen von Internetseiten – Letzteres natürlich nur, wenn das Fahrzeug steht.


Mercedes will das App-Angebot kontinuierlich ausbauen. Und hat dafür eine Mannschaft von Spezialisten im kalifornischen Palo Alto sitzen, also in unmittelbarer Nähe von Google und Apple. Kurz: Wer eine A-Klasse fährt, ist total hip. Der passendste Motor für Menschen mit sportlichen Ambitionen wäre von daher der 2,5-Liter-Benziner (211 PS/350 Nm). Der getestete 1,8-Liter-Diesel (109 PS/250 Nm) kann dem Topmodell in Sachen Fahrleistungen nicht das Wasser reichen. Er besticht dafür allerdings mit kräftigem Durchzug, recht kultiviertem Motorlauf – und mit Genügsamkeit.


So verbraucht der A 180 CDI im realitätsnahen ADAC EcoTest 4,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Auch längere, schnell gefahrene Autobahnetappen bringen die Nadel in der Tankanzeige kaum aus der Ruhe. Demgegenüber ist das Fahrverhalten des Mercedes A 180 CDI fast als ein wenig nervös zu bezeichnen. Das Auto reagiert sehr zackig auf jede Bewegung am Lenkrad. Das Fahrwerk teilt den Passagieren den Zustand der Straßen so unumwunden mit, dass selbst relativ harmlose Querfugen im Kreuz zu spüren sind. Dabei war im Testwagen kein Sport-, sondern das normale Komfortfahrwek installiert. Eine etwas übertriebene Abstimmung.


Als Alternative zur Handschaltung bietet Mercedes gegen Aufpreis ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT). Weil es mit extrem kurzen Schaltzeiten und nahezu ohne Zugkraftunterbrechung arbeitet, passt es gut zum sportlichen Charakter der A-Klasse. Die ADAC Tester monieren jedoch, dass es beim Anbremsen und auch beim Herausbeschleunigen aus Kurven nicht immer gleich den richtigen Gang erwischt, und dass es beim Anfahren träge einkuppelt. Sportlich orientierte Autofahrer, die gern selbst schalten, sind da mit dem manuellen Getriebe besser bedient.


 


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