DruckenPDF

EM-Countdown: Was tun, wenn's kracht?

 

Viele Fußballfans werden mit dem eigenen Auto nach Polen oder in die Ukraine zur EM fahren. Der ADAC empfiehlt für den Fall der Fälle: Vergessen Sie die Grüne Versicherungskarte nicht!


Wer mit dem Auto die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine besuchen möchte, sollte im Falle eines Unfalls über die jeweils geltenden Bestimmungen informiert sein. Der ADAC hat die wichtigsten Tipps und Informationen zusammengestellt. 


Generell gilt nach einem Unfall: sofort anhalten, die Unfallstelle sichern und gegebenenfalls Verletzten helfen. Außerdem sollten unbedingt Kennzeichen, Name und Anschrift von Fahrer und Halter der beteiligten Fahrzeuge sowie deren Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer notiert werden. Gibt es Unfallzeugen, sollten Autofahrer deren Namen und Anschrift notieren und die Unfallstelle fotografieren. 


Unterzeichnen Sie keine fremdsprachigen Schriftstücke, deren Inhalt Sie nicht kennen. Der Europäische Unfallbericht und eine Grüne Versicherungskarte mit den Geltungsbereichen Polen und Ukraine sollten in jedem Fahrzeug dabei sein.


Den mehrsprachigen Europäischen Unfallbericht (auch in polnischer Sprache) gibt es in den ADAC Geschäftsstellen oder im ADAC Online-Shop. Bei Personenschäden in Polen sind Rettung und Polizei (unter 112) zu verständigen. Lassen Sie sich ein amtliches Protokoll erstellen. 


Auch Sachschäden müssen polizeilich aufgenommen werden. Verständigen Sie die jeweilige polnische Kfz-Versicherung des Unfallgegners, um eventuell Ihr beschädigtes Fahrzeug besichtigen zu lassen.


Für eine Einreise in die Ukraine ist eine gültige ukrainische Kfz-Versicherung zwingend erforderlich. Bei der Grenzkontrolle muss diese Versicherung nachgewiesen werden. Die Grüne Versicherungskarte (mit Eintrag des Länderkürzels "UA") ist für diesen Nachweis ausreichend.


In der Ukraine ist jeder Verkehrsunfall der Polizei (unter 102 oder 112) zu melden. Die Unfallaufnahme erfolgt durch Beamte der staatlichen Kraftfahrzeuginspektion. Ins Protokoll werden die wichtigsten Angaben über das Unfallgeschehen aufgenommen. Die Besichtigung des Unfallorts wird protokolliert und eine genaue Skizze erstellt. 


Das Unfallprotokoll hat auch rechtliche Bedeutung, da darin der Unfallverursacher, an den die Schadenersatzansprüche zu richten sind, genannt ist.


Interessante Links


Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität