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Dauerfrost: Gelbe Engel brechen alle Rekorde

Seit Montag dieser Woche herrscht in ganz Deutschland Dauerfrost. Für die "Gelben Engel" des ADAC bedeutet dies Dauereinsatz: In nur zehn Tagen mussten sie zu 228 562 Pannen ausrücken – das ist die doppelte Anzahl an Pannenhilfen im Vergleich zu "normalen" Tagen dieser Jahreszeit.

Einen solchen Andrang für so lange Zeit und das in ganz Deutschland gab es bisher noch nie. Die Hauptgründe sind leere Batterien, eingefrorene Dieselfilter und Elektronikpannen. Aber auch "Klassiker" wie defekte Reifen oder ausgesperrte Autofahrer halten die Straßenwachtfahrer auf Trab. Der 2. Februar war für die Gelben Engel des ADAC bis dato der Rekordeinsatztag in diesem Jahr: Die Helfer rückten 27.512 Mal aus. Dieser Höchstwert wurde nur 2009 übertroffen: Damals, am 21. Dezember 2009, wurde der Spitzenwert von 28.672 Einsätzen erreicht.

Nicht nur die Straßenwachtfahrer und die ADAC Straßendienstpartner arbeiten rund um die Uhr. Die Telefonhotline war aufgrund des extrem hohen Anrufkommens in den vergangenen Tagen häufig besetzt. Es kam zu längeren Wartezeiten. Auch wenn die Situation sich inzwischen etwas entspannt hat, lassen sich Wartezeiten weiterhin nicht ausschließen. Pannen können hier auch online gemeldet werden.

Der Autofahrer kann bei der aktuellen Kältewelle auch einiges tun, um einer möglichen Panne zu entgehen, beziehungsweise um im Ernstfall besser vorbereitet zu sein: Dieselfahrzeuge sollten jetzt frischen Diesel tanken, denn darin sind mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Fließverbesserer enthalten. Damit wird das Auto "kältefester". Die Fließverbesserer verhindern ein Ausflocken des Kraftstoffs weitgehend oder verzögern diesen Vorgang. Wenn möglich, das Auto in der Garage oder zumindest windgeschützt parken.

Generell gilt: Wenn das Auto nur für Kurzstrecken (bis zu 15 Minuten Fahrt) genutzt wird, sollte alle zwei Tage eine längere Fahrt unternommen werden. Denn bei der Kurzstreckenfahrt wird die Batterie sehr stark belastet und kann sich nicht gut wiederaufladen. Ein Batterie-Check ist auf jeden Fall zu empfehlen. Wird ein "Schwächeln" der Batterie bemerkt, ist es sinnvoll die Kraftquelle nachzuladen oder in der Werkstatt nachladen zu lassen. Und: In das Auto gehören jetzt Handschuhe und eine Decke. Auch eine Mütze an Bord zu haben, ist im Pannenfall von Vorteil. Immerhin verliert der Körper über 30 Prozent seiner Wärme über den Kopf. Selbstverständlich sollte auch das Mobiltelefon immer mitgeführt werden.


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