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Quo vadis, Elektroauto?

Im Berliner Gasometer fand am 5. Juli das Symposium "Mobilität der Zukunft" statt. Diskutiert wurde über “Alternative Antriebe” und “Das vernetzte Fahrzeug”.


Alternative Antriebe sind beim Verbraucher immer noch nicht angekommen. Nach Ansicht von ADAC Präsident Peter Meyer könnte ein Grund dafür darin liegen, dass es den Automobilherstellern bisher nicht gelungen ist, „ein gemeinsames Gebäude zu schaffen, in dem sie, aufeinander abgestimmt, die Zukunft planen“. Anlässlich des Symposiums „Mobilität der Zukunft“ des Automobilclubs heute in Berlin, ruft Meyer die Konzerne auf, ihre Forschungsanstrengungen zum reinen Stromauto, diversen Hybridmodellen und zur Brennstoffzelle „effektiv zu bündeln“.

In Anwesenheit des Vizepräsidenten der EU-Kommission Antonio Tajani sowie Vertretern der Automobil- und Zulieferindustrie, darunter die Vorstandsvorsitzenden Dr. Dieter Zetsche (Daimler) und Dr. Elmar Degenhart (Continental AG), standen die Themen „Alternative Antriebe“ und „Das vernetzte Fahrzeug“ im Mittelpunkt der Diskussionen. 

Hinsichtlich alternativer Antriebstechnologien macht sich der ADAC unverändert für eine Elektrifizierung von Fahrzeugen stark, jedoch nicht exklusiv für „batterieelektrische“ Lösungen. Auch Hybridmodelle als Brückentechnologie ins Elektrozeitalter müssen zum Beispiel mehr Anerkennung finden. Kombiniert mit einem zunehmenden Anteil an erneuerbaren Energien wird das reine E-Auto allerdings eines Tages seine Vorteile ausspielen – vor allem in den immer dichter besiedelten Großstädten. 

Aber auch andere alternative Antriebe sollten nach Ansicht des ADAC Präsidenten nicht vernachlässigt werden. Händler rief Meyer auf, den Mut zu haben, diese Fahrzeuge auch aktiv anzubieten. Beispiel Erdgasautos: Ihr Anteil am Gesamtbestand der Fahrzeuge beträgt gerade mal 0,17 Prozent. Dabei handelt es sich bei Erdgas um eine moderne Technik, die dem Diesel- oder Benzinmotor in puncto Schadstoffe überlegen ist. Allerdings verhindert auch die Infrastruktur mit nur rund 1000 Tankstellen in Deutschland eine größere Akzeptanz beim Verbraucher.

Weil Deutschland bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent verringern will, müssen Technologien, die das Auto mit der Straßeninfrastruktur vernetzen, sowie die Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation allen Autofahrern zur Verfügung stehen. Auch wenn sich Sicherheitsfunktionen leicht mit Infotainment vermischen, darf der Fahrer nicht abgelenkt werden. Der Gesetzgeber ist aufgefordert, die Standards für die neuen Technologien zu definieren. Dabei muss laut ADAC der Datenschutz eine wichtige Stellung einnehmen: Es darf nicht sein, dass die Fahrweise überwacht wird und die daraus gewonnenen Daten an Dritte weitergegeben werden.


– Reise & Freizeit –

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