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E10 – Was muss jetzt passieren?

Der ADAC unterstützt die Einführung von E10, wenn diese in einer für den Verbraucher akzeptablen Form durchgeführt wird. Zentrale Voraussetzungen sind aus Sicht des ADAC

• zuverlässige, verständliche und rechtsverbindliche Angaben zur Verträglichkeit von Fahrzeugen für alle Pkw-Modelle und leichte Nutzfahrzeuge (Transporter) sowie Motorräder durch die Fahrzeughersteller bzw. -importeure,
• Angebot der Bestandsschutzsorte Super E5 mit 95 Oktan ohne zeitliche Begrenzung an allen Tankstellen zu fairen Preisen, ein „Super Plus Aufschlag“ mit Mehrkosten von 5-8 Cent pro Liter gegenüber E10 ist völlig inakzeptabel,
• ausreichende, unkomplizierte und konsistent kommunizierte Aufklärung der Autofahrer über die Verträglichkeit ihrer Fahrzeuge durch Fahrzeughersteller, Werkstätten und Anbieter von Kraftstoffen (der ADAC wird die Autofahrer weiterhin informieren),
• nachvollziehbarer Nachweis von Umweltvorteilen, CO2-Minderung und Nachhaltigkeit des Bioethanols durch die Hersteller des Biokraftstoffs.

Im zweiten Halbjahr 2010 lagen laut Mineralölwirtschaftsverband (MWV) die Kosten für Bioethanol vor Steuer rund 10 bis 20 Cent je Liter über den Produktpreisen fossilen Benzins, abhängig vom Rohölpreis. Der Anstieg des Ethanolanteils von E5 zu E10 erhöhte daher den Benzinpreis geringfügig (Größenordnung ein Cent je Liter). Bei den aktuell herrschenden Ölpreisen (März 2011) von über 100 Dollar je Barrel sind dagegen nennenswert höhere Kraftstoffpreise nicht mehr durch die Beimischung zu begründen. Allerdings führt der vom niedrigeren Energiegehalt bedingte leicht steigende Verbrauch (s.o.) zu einer leichten Verteuerung der Mobilität für die Nutzer von E10.

Der ADAC fordert für die Autofahrer, die weiterhin auf E5 angewiesen sind, Benzin der Kraftstoffqualität Super E5 mit 95 Oktan zu einem fairen Preis. Der Verkauf von Super Plus mit der Bezeichnung „Super“ zum Preis von Super Plus ist nicht akzeptabel!


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