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Der Christbaum-Crash

Jetzt fliegen sie wieder tief: Millionen von Christbäume auf dem Weg nach Hause. Dabei liegen sie auf dem Dach oder im Fahrzeug, leider nicht immer sicher verstaut. Damit es nicht schon unterwegs eine böse Bescherung gibt, zeigen wir, wie es richtig geht.



Wie der Baum zum Geschoss werden kann

"Es ist ja nicht weit". "So schwer ist er ja auch wieder nicht". "Irgendwie kriegen wir das schon hin". Im Trubel der Vor-Feiertage haben viele nicht unbedingt die Nerven, sich Gedanken zum sicheren Verstauen der Bäume zu machen. Entsprechend abenteuerliches kann man dann auf der Straße auch immer wieder antreffen. Da ist der Fahrzeug-Innenraum derart bewaldet, dass dem Fahrer die Sicht fehlt, der Baum liegt auf dem Dach, fixiert gerade mal mit dünner Paketschnur oder der Beifahrer hält den Stamm mit der Hand, durchs geöffnete Fenster. So kann der Baum für die Insassen, aber auch alle anderen zur Gefahr werden. 


Auch Christbäume zeigen durchaus irdische Eigenschaften: Kommt das Transport-Fahrzeug aus Tempo 50 schlagartig zum Stillstand, wirken Kräfte, die vergleichbar dem 25-Fachen des Eigengewichtes sind. Ein 30 Kilo schwerer Baum schlägt dann mit 750 Kilo zu. (30 Kilo x 25-fache Erdbeschleunigung). Was das für Fahrzeuginsassen oder Fußgänger bedeuten kann, will man sich lieber nicht ausmalen. Außerdem drohen bei nicht oder falsch gesicherter Ladung drei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld von 50 Euro.


So wird der Christbaum sicher verstaut 

Das A und O beim Transport im Kofferraum (z. B. bei umgeklappter Rücksitzlehne): Das untere Ende des Stammes nach Möglichkeit an der Sitz-Rückenlehne anstehen lassen. Mit Spanngurten wird er dann an den Ösen am Kofferraum-Boden fest verzurrt. Ist der Baum zu lang, darf er maximal eineinhalb Meter nach hinten herausragen. Bereits ab einem Meter ist zur Warnung ein rotes Fähnchen, bei Dunkelheit sogar eine rote Lampe vorgeschrieben. Rückleuchten und Kennzeichen dürfen dabei natürlich nicht verdeckt werden. 


Am besten ist der Baum auf dem Dach aufgehoben - natürlich nur in Verbindung mit einem Trägersystem, also einer Dachreling oder einem Grundträger. Der (zusammengeschnürte) Baum zeigt dabei mit dem unteren Ende des Stammes nach vorne. Der Spanngurt wird einmal um den Baum und einmal um die Baumspitze geschlungen und am Trägersystem verzurrt. Damit ist er gegen seitliches Wandern und Aufbäumen (Winddruck) gesichert, und auch bei einer starken Bremsung bis hin zum Auffahrunfall bleibt er an seinem Platz.


Hier finden Sie juristische Tipps zum Thema Christbaum.


Hier gibt es den ausführlichen Weihnachtsbaum-Crashtest.



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