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Alternativantriebe im Vergleich

E10 ist seit Wochen das Mobilitäts-Thema schlechthin. Was bei der Treibstoff-Diskussion viele vergessen haben: Es gibt bereits Alternativen zu herkömmlichem Benzin. PKW mit Erdgas, Autogas und Strom fahren schon. Fahrzeuge mit Alternativantrieben kann man ab Werk kaufen, manche nachrüsten. Vor allem die Gasantriebe können bis 2018 eine viel günstigere Alternative zu Benzin sein. Autogas-Fahrzeuge verbrauchen ähnlich viel wie Benziner, der Kraftstoff kostet aber derzeit halb so viel wie ein Liter Benzin. Wir haben Ihnen aufgelistet, was Benzin-, Diesel-, Autogas-, Erdgas-, Strom- oder Hybrid-Autos der Hersteller ab Werk kosten und welche Vor- oder Nachteile die vielen Antriebsarten haben.

 

 

Autogas - es ist flüssig

Autogas_205x130Etwas Grundsätzliches vorab: Das so genannte Autogas hat mit Erdgas kaum etwas gemein. Autogas ist ein verflüssigtes Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Erdöl- und Erdgas-Förderung als Nebenprodukt anfällt. Bei 10 bar Druck verflüssigt sich dieses Gemisch und kann im Ottomotor, nach Anpassung des Motorumfelds, als Treibstoff eingesetzt werden. Neben von Herstellern direkt angebotenen Modellen besteht die Möglichkeit, Fahrzeuge mit Ottomotor auch nachträglich umzurüsten. Die Kosten für solch einen Eingriff beginnen bei 1800 Euro, Rechnungsbeträge bis 3500 Euro sind aber je nach Fahrzeugtyp keine Seltenheit. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Hersteller-Garantie erlöschen kann. Die Sache mit den Preis: Bis zum 31. Dezember 2018 ist Autogas steuerlich begünstigt. Durch das Energiesteuergesetz wurde bis zu diesem Stichtag eine Besteuerung von 9,7 Cent je Liter festgesetzt. Zum Vergleich: Bei Benzin beträgt der Steueranteil derzeit 65,4 Cent je Liter. Für wen sich nun der Umbau oder die Anschaffung eines Fahrzeuges mit Autogas lohnt, können Sie in unserem Kostenvergleich von Erd- und Autogas gegen Benziner und Dieselentnehmen. Alles, was Sie sonst noch über Autogas wissen sollten, finden Sie hier.

 

 

Erdgas - ohne Zusatztank gehts nicht

Erdgas_205x130Erdgas ist, ähnlich wie Autogas, ebenfalls günstiger als Benzin. Im Schnitt kostet es etwa 65 Cent pro Kilogramm. Richtig, es wird in Kilo abgerechnet, nicht in Litern. Eine Nachrüstung auf Erdgas-Antrieb ist teuer. Bis zu 3500 Euro kann das kosten. Möglich ist dies nur für Fahrzeuge mit Ottomotor. Bei einer Nachrüstung muss der Erdgastank aus Platzgründen meist im Kofferraum eingebaut werden. Getankt wird unter Druck, der Tankstutzen muss dabei eingehakt und fixiert werden. Am Anfang ist das sicher etwas ungewohnt. An über 800 Erdgastankstellen findet man in Deutschland den Treibstoff. Hört sich viel an, aber der Knackpunkt ist: Sie sind nicht gleichmäßig verteilt. Hier finden sie alle Infos zum Erdgasbetrieb. Welche Neuwagen es mit Erdgasantrieb zu kaufen gibt und was sie kosten, erfahren Sie hier.  


 

 

Strom - zurück aus der Vergangenheit

Strom_205x130Vor der Verbrennung stand bereits der Strom. Im Ursprung begann die Geschichte der Mobilisierung mit Batterie, Spule und Kupferdraht. Damals wie heute waren die Stromspeicherung und die überschaubaren Reichweiten das Hindernis zum Durchbruch des E-Autos. Rohöl wurde gefunden, gefördert, und der Rest ist Automobilgeschichte. Für viele ist das E-Auto heute der Schlüssel in eine emmissionsfreie Zukunft. Derzeit wird die Stromversorgung durch den Strommix großteils über Kohlekraftwerke (42 Prozent), Kernenergie (22 Prozent), erneuerbare Energie (17 Prozent), Erdgas (14 Prozent) und Sonstige (5 Prozent) gesichert, was ein Elektroauto in Bezugnahme der Herstellung noch nicht emmissonsfrei macht. Über dieses Thema können Sie auch in unserem Blog diskutieren. Alles über Technik und Chancen von E-Mobility und die aktuelle Hybridtechnik finden Sie hier.




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