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Schiffsunglück in Ägypten

 


  • Dienstag, 21. März 2006

    Am Abend des 21. März 2006 rammt das Nil-Kreuzfahrtschiff „King Tut“ auf Höhe der Stadt Kena (ca. 100 km flussabwärts von Luxor) eine Brücke: Teile der Schiffsaufbauten werden abgerissen, ein ägyptischer Stewart erleidet tödliche Verletzungen. 

    An Bord befinden sich auch 68 deutsche Touristen, von denen 28 verletzt werden. 

    Vierzehn müssen sich zeitweise in Krankenhäusern behandeln lassen.

    Unmittelbar nach Bekanntwerden des Unglücks legt die Großschadensgruppe innerhalb des ADAC Ambulance Service detailliert fest, welche Schritte zu unternehmen sind, falls sich Anhaltspunkte für eine größere Katastrophe ergeben sollten.


  • Mittwoch, 22. März 2006

    Am frühen Morgen gehen erste Notfallmeldungen der Reiseleitung und der Deutschen Botschaft in der Notrufzentrale in München ein: Eine 66-jährige Dame wurde durch herab fallende Dachteile verletzt und musste ins lokale Krankenhaus gebracht werden. Ihr Ehemann hat nur leichte Verletzungen. Weitere Notrufe aus Ägypten folgen.  

    Bis zum Nachmittag haben die Ärzte und Case-Manager des ADAC Ambulance Service ein konkretes Bild der Situation: Schnellstmöglich nach Deutschland zu bringen sind sechs Patienten, von denen einer schwer, die übrigen mittelschwer bis leicht, verletzt sind. Besondere Eile ist geboten, da es sich bei der Klinik in Luxor um ein eher einfaches Haus handelt und die Informationen von Seiten der ägyptischen Ärzte nur spärlich fließen. 

    Mit zwei DO 328 Jets verfügt der ADAC als einzige deutsche Organisation über eine Maschine, die für solche Einsätze wie geschaffen ist. Eines der beiden Großraum-Ambulanzflugzeuge verlässt den Flughafen in Nürnberg noch am selben Tag, es landet gegen Mitternacht auf dem Flughafen in Luxor. 


  • Donnerstag, 23. März 2006

    Nach einigen Stunden Schlaf fahren Flugärzte und Sanitäter am Vormittag ins Krankenhaus um den Transport der Patienten zum Flughafen zu überwachen. Dieser wird durch ein ägyptisches Partnerunternehmen durchgeführt.

    Gegen Mittag startet der DO 328 Jet mit sechs liegenden Patienten Richtung Deutschland. Allen sitzt der Schreck noch in den Knochen, aber das Schlimmste haben sie überstanden. In bedrohlichem Zustand ist zu diesem Zeitpunkt kein Verletzter mehr.

    Vier der Patienten werden am frühen Abend auf dem Flughafen Münster-Osnabrück von Fahrzeugen des Malteser Hilfsdienstes übernommen und zur Weiterbehandlung in Krankenhäuser gebracht. Die beiden anderen Patienten werden nach Berlin geflogen. 

    Mit einer müden, aber zufriedenen Besatzung landet der DO 328 Jet am späten Abend auf dem Heimatflughafen in Nürnberg.

    (KOM)

     

    Anmerkung: Es handelt sich nicht um Originalfotos des beschriebenen Falls.


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