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Salmonellenvergiftung

 


  • Dienstag, 20. Juni

    Ein Dresdner Reiseveranstalter informiert die ADAC-Zentrale über die stationäre Aufnahme einer Frau aus seiner Reisegruppe in ein Krankenhaus in Klaipeda/Litauen. Auch ihr Ehemann ist erkrankt, konnte aber ambulant behandelt werden. Beide sind als ADAC-PlusMitglieder auch für einen Krankenrücktransport versichert. 

    Ein erstes Gespräch des ADAC-Arztes mit dem behandelnden Kollegen in Litauen ergibt den Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung nach Genuss eines Fischessens in Kaliningrad (Königsberg), der letzten Reisestation. 

    Diagnostik und Therapie laufen, ein weiteres Arzt-zu-Arzt-Gespräch wird für den 22.06. vereinbart. Wenn möglich, soll es bei diesem Kontakt schon um die Frage eines Rücktransportes nach Deutschland gehen


  • Donnerstag, 22. Juni

    VORMITTAG

    Beim nächsten Arztgespräch bestätigen die litauischen Ärzte die Diagnose Salmonellen-Gastroenteritis für die Patientin. In Klaipeda werden zu diesem Zeitpunkt zehn weitere Patienten der Reisegruppe ambulant behandelt, offenbar hatten alle an dem Essen teilgenommen. Erkrankt ist auch ein einjähriger Junge, der allerdings schon einen Tag später mit seinen Eltern nach Deutschland fliegen kann. Ob sich ADAC-Mitglieder unter den Patienten befinden, ist bis dahin nicht bekannt.   

    18:30 UHR 

    Nach Informationen einer anderen Assistance sind insgesamt ca. 100 Teilnehmer zweier verschiedener Busreisegruppen erkrankt. Unter ihnen befinden sich acht weitere ADAC-Mitglieder, alle sind über PlusMitgliedschaft und/oder ADAC-Auslandskrankenschutz für den Krankenrücktransport versichert. Die meisten Patienten wurden in einem Krankenhaus in Vilnius ambulant behandelt, das den ADAC-Ärzten die Salmonellose bei mindestens zehn der Patienten als gesichert bestätigt. Der Zustand einer Patientin ist so ernst, dass ein baldiger Transport für sie nicht in Frage kommt. 


  • Freitag, 23. Juni

    Am Vormittag fällt beim ADAC Ambulance Service die Entscheidung, bereits am nächsten Tag ein Großraum-Ambulanzflugzeug vom Typ Dornier 328 nach Litauen zu schicken, um möglichst alle ADAC-Mitglieder gemeinsam nach Hause transportieren zu können. Die Flugroute wird so gewählt, dass keinem der geschwächten Patienten mehr als eine Zwischenlandung zugemutet werden muss. 

    Eine weitere Patientin muss im Laufe des Tages stationär aufgenommen werden, weil sich ihr Zustand verschlechtert hat.   


  • Samstag, 24. Juni

    Start unseres Ambulanzflugzeugs pünktlich um 08:30 Uhr in Nürnberg.   

    Die Patienten werden in der Zwischenzeit zusammen in ihrem Reisebus zum Flughafen gebracht. Um 10:45 h können bei einer ersten Landung die beiden Patienten aus Klaipeda an Bord genommen werden, um 12:00 h die sieben Patienten, die in Vilnius behandelt wurden.  

    Wenige Stunden später werden die beiden Patienten aus Klaipeda in Dresden vom Rettungsdienst übernommen und zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Die restlichen sieben Patienten werden gegen 15 Uhr in Hamburg von Bord gebracht und ebenfalls in lokalen Krankenhäusern weiter versorgt.

    (KOM)

     

    Anmerkung: Es handelt sich nicht um Originalfotos des beschriebenen Falls.


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