Euro NCAP testet erstmals Automatisierung

18.10.2018

Weil Fahrerassistenzsysteme immer häufiger zum Einsatz kommen, hat Euro NCAP erstmals Spurhalteassistent, Tempomat und Abstandsregeltempomat getestet und bewertet. Was sie können bzw. wo ihre Grenzen liegen, sehen Sie hier.

Abstandsassistent

Wahrnehmung schlägt Realität: Über 70 Prozent von rund 1500 befragten Autofahrern glauben, dass es bereits selbstfahrende Pkw zu kaufen gibt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage in sieben Ländern, die die Neuwagen-Bewertungsprogramme Euro NCAP und Global NCAP in Auftrag gegeben haben. Die Wirklichkeit ist davon jedoch ein großes Stück entfernt. Aktuell gibt es diverse Assistenzsysteme, die den Fahrer zwar unterstützen, aber keineswegs ersetzen. 

Komfort & Sicherheit, aber Fahrer bleibt verantwortlich

Weil Fahrerassistenzsysteme immer häufiger eingesetzt werden, auch in der Kleinwagen- und Mittelklasse, wurden nun erstmals Autobahnassistenten in das NCAP-Testprogramm aufgenommen. Spurhalteassistenten (Lane Centering), Tempomaten und Abstandsregeltempomaten (ACC, Adaptive Cruise Control) von insgesamt zehn Herstellern wurden bewertet. Ergebnis: Fahrerassistenzsysteme bieten Komfort und dienen der Sicherheit, der Fahrer bleibt jedoch in der vollen Verantwortung und muss immer seine Hände am Steuer halten. Es gibt derzeit kein Fahrzeug auf dem Markt, das vollautomatisiert bzw. autonom fährt.

Fliegerhorst in Penzing als Testgelände

Der ADAC ist als Experte für Zukunftstechnologien der Mobilität ein wichtiger Partner für Euro NCAP, das europäische Testprogramm zur Sicherheitsüberprüfung von Neufahrzeugen. Elementarer Baustein für die Automatisierung ist die Fahrzeugvernetzung. Wie gut diese Systeme unter authentischen Bedingungen ineinandergreifen und funktionieren, prüfen wir auf dem Fliegerhorst in Penzing.

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Thomas Burkhardt, ADAC Vizepräsident für Technik

„Auf dem Fliegerhorst in Penzing sind Fläche und Straßenlänge vorhanden, um die Assistenzsysteme sicher und wirklichkeitsnah testen zu können. Und noch mehr: Unsere Vision ist ein weltweit vernetzter Innovationscampus, in den sich Firmen im IT- oder Hightech-Bereich integrieren lassen. Denkbar sind auch die Beteiligung einer Hochschule bzw. eine Akademie für Weiterbildung.“