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Durchblick im Straßenverkehr

22.01.2018

Für die Sicherheit im Straßenverkehr ist das Sehvermögen von essenzieller Bedeutung, werden doch 90 Prozent aller Sinneseindrücke über die Augen wahrgenommen. Unsere Tipps für eine lebenslang gute Sicht.

Sehen, Fahren bei Nacht, Dunkelheit, Brille
Ein gutes Sehvermögen ist der Schlüssel für eine sichere Verkehrsteilnahme.

Für viele Autofahrer ist das Thema Augenkontrolle mit einem bestandenen Sehtest vor dem Erwerb des Führerscheins ein für alle Mal erledigt. Bei unter 40-jährigen Kraftfahrern zeigen sich oft nur Minderungen der Sehschärfe. Diese lassen sich mit Brille oder Kontaktlinsen einfach korrigieren. Doch mit zunehmendem Alter nimmt das Sehvermögen ab. Eine regelmäßige Überprüfung der Sehkraft durch einen Augenarzt ist daher sinnvoll. Diese Empfehlung gilt für alle Verkehrsteilnehmer.

Augenerkrankungen

Ab dem 40. Lebensjahr treten verstärkt Augenerkrankungen auf, die eine sichere Verkehrsteilnahme gefährden können. Zu den altersbedingten Augenerkrankungen zählen unter anderem

Glaukom (Grüner Star)
Makula-Degeneration
Katarakt (Grauer Star)

Tückisch an diesen Erkrankungen ist, dass sie nicht schlagartig auftreten, sondern sich schleichend entwickeln und von den Betroffenen nicht sofort wahrgenommen werden. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt ratsam. Das ADAC ÄrzteCollegium empfiehlt, ab dem 50. Lebensjahr diese Untersuchungen alle zwei Jahre, ab dem 60. Lebensjahr dann sogar jährlich durchführen zu lassen. Wer zwischen diesen Kontrollterminen feststellt, dass seine Sehfähigkeit merklich nachlässt, sollte den Augenarzt auch kurzfristig aufsuchen.

Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit

Gerade bei älteren Verkehrsteilnehmern kann sich das Dämmerungssehen durch Trübungen von Glaskörper, Linse oder Hornhaut drastisch verschlechtern. Zusätzlich kommt es durch diese Trübungen zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit. Das kann bereits Personen ab 40 betreffen. Autofahrer mit reduziertem Dämmerungssehvermögen sollten wenn möglich nur am Tag fahren. 

Das können Sie tun: Sorgen Sie dafür, dass die Frontscheibe innen wie außen gereinigt ist, denn Schlieren oder Verschmutzungen sorgen für eine verstärkte und irritierende Lichtbrechung. Brillenträger sollten bei Nacht möglichst reflexgeminderte Gläser tragen und diese vor Dämmerungs- oder Dunkelheitsfahrten stets putzen. Brillen mit Gelbfilter sind hier tabu.

Risiken für die Teilnahme am Straßenverkehr

Ein gemindertes Sehvermögen erhöht das Unfallrisiko – ganz gleich, ob durch eine reduzierte Sehschärfe Entfernungen und Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt oder bei Fahrten in der Dämmerung oder Dunkelheit die blendempfindlicheren Augen rasch überanstrengt werden. Für Fahrten im Tunnel gilt: Sonnenbrille absetzen oder in die Stirn schieben.

Gesehen werden  Autofahrer

Das A und O für Pkw-Fahrer ist eine funktionierende und richtig eingestellte Beleuchtungsanlage. Aber nicht nur defekte Leuchtmittel sind problematisch, auch stark verschmutzte oder im Winter vereiste Scheinwerfer beeinträchtigen die Sichtbarkeit Ihres Pkw und gleichzeitig auch Ihre eigene Sicht auf den Verkehr.

Gesehen werden – Fahrradfahrer
Insbesondere für Radfahrer gilt: Eine einwandfrei arbeitende Beleuchtung kann Leben retten. Des Weiteren gibt es Fahrradhelme mit Licht und Blinker und Fahrradhandschuhe mit LED-Blinkern. Das Tragen von Warnwesten und heller Kleidung mit Reflektoren ist nicht nur in der Dunkelheit zu empfehlen. 

Gesehen werden – Fußgänger
Auch hier gilt: Wer mit heller oder auffallender Kleidung im Straßenverkehr unterwegs ist, wird deutlich besser von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Jogger, die bei Dämmerung und Dunkelheit unterwegs sind, sollten zusätzlich zu reflektierenden Warnwesten Stirn- oder Gürtellampen verwenden.