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Frontalcrash: Zwei Kindersitze fallen durch

24.10.2017

Beim aktuellen ADAC Kindersitztest heißen die Testverlierer Jané und Recaro. Insgesamt 12 von 16 Kindersitzen erreichen ein gutes Testergebnis.

 

 

Kindersitze sollen junge Mitfahrer sicher im Auto transportieren. Das tun auch die meisten, wie das Ergebnis unseres Tests zeigt.

Spitzenreiter sind zwei Babyschalen von Cybex.

Die meisten der 16 Babyschalen und Kindersitze schützen Kinder ab der Geburt bis etwa zwölf Jahre gut. Spitzenreiter sind die beiden Babyschalen Cybex Aton M i-Size & Base M i-Size und Cybex Aton M i-Size für die Allerkleinsten (bis 87 cm Körperlänge). Beide punkten vor allem in den Kategorien „Sicherheit“ und „Bedienung“, weil sie dem Front- und Seitencrash optimal standhalten und einfach im Einbau und in der Bedienung sind.

Zwei Kindersitze versagten aber im internationalen Gemeinschaftstest unter Federführung der Stiftung Warentest gemeinsam mit dem ADAC: Der Recaro Optia löste sich beim Frontaufprall von seiner Smart-Click-Basis und flog in hohem Bogen durch das Prüflabor, und beim Sitz Grand von Jané lösten sich die Haken der Isofix-Halterung. Beide Sitze sind daher mangelhaft.

Preis und Leistung hängen nicht immer zusammen

Testergebnis: Gute Sitze gibt es schon ab 140 Euro.

Schon im vergangenen Jahr versagte der Optia mit der Basis Recaro Fix. Auch dieses Mal wurde der Anbieter umgehend über die Testergebnisse informiert. Recaro hat das Modell inzwischen vom Markt genommen. Kunden, die einen Optia-Sitz gekauft haben, können ihn kostenlos austauschen. Jané verkauft den Sitz Grand weiter, bietet aber eine kostenlose Reparatur an. Zwölf der 16 neu geprüften Babyschalen und Kindersitze in verschiedenen Größen schneiden gut ab, zwei befriedigend. In der maßgeblichen Prüfung, der Unfallsicherheit, versagte von ihnen keiner. 

Preis und Leistung hängen bei Autokindersitzen nicht immer zusammen. Die mangelhaften Modelle von Jané und Recaro sind mit 280 und 330 Euro relativ teuer. Es gibt aber in diesem Test gute Sitze schon ab 140 Euro. Neben den neuen Modellen sind noch viele gute Sitze aus früheren Tests auf dem Markt.

„Unsere Testpraxis dient dem Verbraucher in doppelter Hinsicht: Zum einen sind die Ergebnisse wertvolle Orientierungshilfe beim Kauf eines Kindersitzes. Und zum zweiten werden Hersteller bei mangelhaften Produkten zum Nachbessern aufgefordert“, erläutert Dr. Reinhard Kolke, Leiter des ADAC Technikzentrums. 

Das ausführliche Testergebnis finden Sie hier:

ADAC Kindersitztest 2017

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