Autoversicherung: Ohne Rabattschutz kann es teuer werden

Unfallfreies Fahren macht sich in der Autoversicherung bezahlt. Je länger Autofahrer ohne Schaden bleiben, desto günstiger wird ihr Vertrag. Ärgerlich wird es nach einem Unfall: Dann sinkt der Schadenfreiheitsrabatt und die Versicherungskosten steigen deutlich. Ein Rabattschutz kann das verhindern.

Rabattschutz
©batuhan toker / Fotolia

Zahlt die Versicherung nach einem Unfall einen Haftpflicht- oder Vollkaskoschaden, stuft sie den Versicherten im nächsten Jahr um mehrere Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) zurück. Und das wird teuer. Wie teuer, wird von Autofahrern leicht unterschätzt. Denn: Der Versicherungsbeitrag erhöht sich durch den Schaden nicht nur im nächsten Jahr. Auch in den Folgejahren fällt er höher aus als ohne Unfall. So können sich die zusätzlichen Kosten auf mehrere Tausend Euro summieren.

Wie weit Autofahrer nach einem Unfall in der Schadensfreiheitsklasse abrutschen, ist in der Rückstufungstabelle ihres Versicherers festgelegt. Nach einem Autounfall kann der Versicherte beispielsweise von SF 20 auf SF 7 herabgestuft werden. Damit gehen ihm 13 schadenfreie Jahre praktisch verloren – und sein Versicherungsschutz wird deutlich teurer.

Schützen können sich Autofahrer hiervor bei vielen Versicherern mit einem Rabattschutz. Er sorgt dafür, dass sie im Schadenfall nicht zurückgestuft werden. Anders ausgedrückt: Mit dem Rabattschutz hat der Autofahrer in der Regel einen Unfallschaden pro Jahr frei – egal, ob es sich um eine Schramme für 300 Euro oder einen Totalschaden von 30.000 Euro handelt. 

Für wen lohnt sich der Rabattschutz?
Der Rabattschutz verteuert den Versicherungsschutz je nach Auto und Versicherer in der Regel zwischen 15 und 30 Prozent. Für wen er sich lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das muss jeder Versicherte für sich selbst entscheiden. Interessant ist er vor allem für Menschen, die sich vor unvorhersehbaren Preissteigerungen schützen wollen, für Autofahrer mit teuren Autos und für Vielfahrer. Als Faustformel kann gelten: Erhöht sich durch den Rabattschutz der Versicherungsbeitrag um nicht mehr als 20 Prozent, ist er für den Autofahrer ein attraktives Angebot.

Angeboten wird der Rabattschutz in der Regel erst ab vier unfallfreien Jahren (SF-Klasse 4) für Fahrer über 23 Jahren.

Warum gibt es den Rabattschutz nicht in der Teilkasko?
Der Teilkaskoschutz kommt ausschließlich für Schäden auf, die nicht selbst verschuldet wurden. Solche Schäden wirken sich nicht auf die Schadenfreiheitsklasse aus. Deshalb wird für die Teilkasko-Police auch kein Rabattschutz angeboten.

Was passiert bei einem Wechsel der Versicherung?
Versicherer setzen darauf, dass Kunden mit einem Rabattschutz ihnen länger treu bleiben. Denn: Der Rabattschutz lässt sich nicht zu einem anderen Versicherer mitnehmen. Wechselt ein Autofahrer die Versicherung, fragt der neue Anbieter nach den Schäden der vergangenen Jahre. Die Einstufung erfolgt dann so, als hätte es den Rabattschutz nicht gegeben.  

Produktangebot

Die neue ADAC Autoversicherung, die seit dem 1. Oktober erhältlich ist, bietet drei Produktlinien. Bereits die Grunddeckung enthält automatisch alle wichtigen Leistungen. 

Informationen und Details gibt es online unter adac.de/autoversicherung. Auch der Preis des Versicherungsschutzes – mit oder ohne Rabattschutz – lässt sich dort berechnen. ADAC Mitglieder erhalten die ADAC Autoversicherung bis zu 10 Prozent günstiger.  

Persönliche Beratung zu den Leistungen der ADAC Autoversicherung gibt es auch in jeder ADAC Geschäftsstelle und unter der Telefonnummer 0 800 5 12 10 16.