Klara und die Generation E – Auf dem Weg in die elektrische Zukunft

Die heutige Generation beschäftigt sich intensiv mit Themen wie Nachhaltigkeit und Energiewende. Elektromobilität spielt dabei eine zentrale Rolle. Effiziente und emissionsfreie Fortbewegung muss dazu aber praktikabel und erschwinglich sein. Über den zeitgemäßen Zugang zur Elektromobilität auf zwei und vier Rädern spricht Klara Deeken (21), Duale Studentin, in dieser Interview-Reihe mit dem Vorstand der ADAC SE, Mahbod Asgari, dem ADAC Technikchef Dr. Reinhard Kolke, dem Zukunftsforscher Prof. Niels Biethahn und ADAC Betriebsrat Thomas Biersack.

Klara Deeken (21) informiert über E-Bike- und E-Auto-Angebote der ADAC SE
Klara Deeken (21) testet die E-Mobilität. Foto: ADAC SE

Bald werden fünf Prozent der Autos in Deutschland reine Elektroautos sein. Der Markt ist immer noch „spitz“. Aber: die Zulassungszahlen steigen. Welche Effekte die Corona-Krise auf das Thema Elektromobilität hat, ist seriös noch nicht abzuschätzen. Dennoch: Es ist und bleibt erstmal ein Problem, junge Erwachsene an die Elektromobilität heranzuführen.

Mahbod Asgari, Vorstand der ADAC SE, hat klare Vorstellungen über die weitere Entwicklung der E-Mobilität und die Bedürfnisse der mobilen Generation von heute …

Ist denn diese Generation E schon auf dem Weg?

Klar! Klara fährt jetzt E-Bike

Der Weg ins Büro, der Weg zum Sport, der Weg zum Einkaufen. Die meisten Strecken lege ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Rad zurück. Seit kurzer Zeit gibt es nun ein neues Zweirad in unserem Haushalt – ein E-Bike. Oder um genau zu sein: ein Pedelec. Es unterstützt mit Motorkraft bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h.

Für das Fahren eines Pedelecs braucht man keinen Führerschein und kein Versicherungskennzeichen, und ich darf damit wie mit jedem Fahrrad den Radweg benutzen.

Seit geraumer Zeit fallen mir die vielen flotten Radfahrer mit oft ziemlich wuchtigen Fahrrädern auf. Jetzt fahre ich selbst eines und interessiere mich auf einmal für das Thema Elektromobilität. Dazu sammle ich einige grundlegende Erfahrungen beim E-Biken. 

Beim Kauf schon beschäftigten mich viele Fragen:

Für das Laden des E-Bikes genügt eine Steckdose.
Das Aufladen ihres Pedelecs bereitet Klara keine Probleme. Foto: ADAC SE

Wie teuer ist das Ganze? Und: Kann ich das E-Bike sowohl auf dem Weg ins Büro als auch in der Freizeit benutzen? Ich habe mich beim Fahrradhändler, dem ich durchaus vertraue, eingehend beraten lassen. Nach einigen Probefahrten mit diversen Modellen entschied ich mich für das Gotour 6 von Flyer. Das ist ein Markenrad eines Schweizer Herstellers, sehr solide, mit bewährtem Bosch-Antrieb. Es ist ein Tourenbike. Der Preis von knapp 3000 € ist stolz. Aber wichtig war mir ein starker Akku und der kostet. Überzeugt hat mich, dass ich darauf aufrecht und bequem sitzen kann und das E-Bike trotz ordentlichem Gewicht leicht zu manövrieren ist.

Bereits nach der ersten Fahrt mit dem Bike war ich schlichtweg begeistert. Schon in der niedrigsten Antriebsunterstützung „Eco“ kommt man ohne Kraftanstrengung zügig voran. Verschwitzt in der Arbeit ankommen ist damit ein Thema der Vergangenheit. Auch weitere Touren ins Umland sind nun kein Problem mehr.

Darum geht´s und so funktioniert´s:

Die Reichweite
Ich fahre meistens im „Eco-Modus“ und bin erst um die 40 Kilometer gefahren. Der Akku ist noch zu ca. 70 Prozent voll. Nach Angaben des Herstellers kann das voll aufgeladene Bike je nach Fahrmodus eine Strecke von 60 bis 120 km zurücklegen. Reicht locker für den Alltag in der Stadt und im Umland.

Das Laden
Der Stromverbrauch richtet sich nach Fahrmodus: je mehr Unterstützung, desto eher wieder Nachladen. Für das Laden des E-Bikes genügt eine Steckdose am besten in der Garage oder im Fahrradkeller. Mein Akku ist abnehmbar, das macht die Sache deutlich praktischer.

Das Abstellen
Z
um Schutz vor Diebstahl sollte man in ein hochwertiges Schloss investieren. Diese sind zwar etwas teurer, die Anschaffung lohnt sich aber.

Die Sicherheit
Das Tragen eines Helmes ist zwar nicht verpflichtend, es sollte aber jeder Fahrradfahrer einen Helm tragen – unabhängig von der Antriebstechnik. Die Geschwindigkeit, die ein Pedelec erreichen kann, liegt auch mal über 25 km/h (dann aber mit Muskelkraft und ohne Motorunterstützung). Leider unterschätzen das die Autofahrer häufig.

Fazit
Bei trockenem Wetter kann ich jetzt mit dem E-Bike auch weitere Strecken innerhalb der Stadt fahren, ohne verschwitzt anzukommen. Früher habe ich diese Fahrten mit dem ÖPNV zurückgelegt. Für kurze Strecken will ich mein E-Bike allerdings nicht aus der Garage holen, weil ich Sorge habe, dass es mir vor dem Supermarkt gestohlen wird. Dafür tut es der gute alte Drahtesel mit Pedalkraft immer noch. Ich empfehle, für ein E-Bike eine Fahrraddiebstahlversicherung abzuschließen oder die Nachfrage, ob es bei der Hausratversicherung eingeschlossen ist.

Produktangebot

Weitere Informationen und Angebote für E-Fahrzeuge finden Sie unter www.adac.de/e-leasing

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