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Die wichtigsten Tipps zur Buchung von Wohnmobilen für den Urlaub

ADAC Autovermietung

Campingurlaub mit den Wohnmobil liegt voll im Trend. So wurden 2020 in Deutschland so viele Wohnmobile zugelassen wie noch nie zuvor. Mit knapp 32 Millionen Übernachtungen wurde das Niveau von 2019 erreicht, obwohl die Saison coronabedingt viel kürzer war.

  • Wohnmobil und Stellplatz möglichst früh buchen

  • Viel Zeit für die Einweisung einplanen

  • Tipps für den richtigen Wohnmobil-Typ

Aber nicht jeder möchte gleich dauerhaft in ein eigenes Fahrzeug investieren, sondern lieber erst einmal testen, ob einem diese Art des Reisens liegt, indem erstmal ein Wohnmobil
angemietet wird. Die ADAC Autovermietung hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

Frühbucher haben die Auswahl

Wer in den Sommerferien fahren will und auf ein bestimmtes Modell festgelegt ist, muss frühzeitig buchen – am besten sechs Monate, bevor der Urlaub beginnt. Bei der ADAC Wohnmobilvermietung gibt es die Möglichkeit, die aktuelle Verfügbarkeit online in Echtzeit abzurufen. Wer bereits zwischen Ende August und Ende Dezember für das kommende Jahr bucht, kann mit Frühbucherrabatten rechnen.

In der Regel sind Wohnmobile für Zeiträume von mindestens einer Woche mietbar. In der Nebensaison ist unter Umständen eine kürzere Mietdauer möglich. Ab drei Wochen gibt es oft Rabatte für Langzeitmieten.

In der Hauptsaison ist es auf Camping- und Stellplätzen meistens voll – deshalb ebenfalls unbedingt reservieren. Das ADAC Campingportal PiNCAMP, der ADAC Camping- und Stellplatzführer in Buchform oder als Smartphone-/Tablet-App verschaffen einen Überblick über empfehlenswerte Plätze im Zielgebiet.

Neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung kann zwischen Vollkasko- und Teilkasko (meist mit Selbstbeteiligung ab 1.500 Euro) gewählt werden. Der Eigenanteil lässt sich mit einer Selbstbehaltversicherung auf 200 bis 250 Euro reduzieren. Für Reisen sind zudem immer ein Auslandskrankenschutz und eine Reiserücktrittskosten-Versicherung zu empfehlen.

Miet-Wohnmobile verfügen in der Regel nicht über Kindersitze. Diese am besten selbst mitbringen und vor Ort einbauen. Allerdings gehört eine Isofix-Verankerung bisher in Wohnmobilen nicht zur Standard-Ausstattung.

Bei der Planung der Reise sollten die Kosten für Tanken, die Maut oder auch Fähren mit einkalkuliert werden. Fährpreise richten sich unter anderem nach der Länge des Reisemobils. So kann teilweise in Skandinavien gespart werden, indem das Wohnmobil eine Länge von sechs Metern nicht überschreitet. Das Ausweichen auf touristisch zumeist attraktivere Nebenstraßen spart Nerven, Stauzeit und Mautkosten.

Bei der Auswahl der Route sollte man beachten, dass viele Serpentinen, schmale Tunnel und enge Gassen Anfänger vor große Herausforderungen stellen können.

Die passende Fahrzeugauswahl für den Urlaub

Die Auswahl an Wohnmobilen ist groß und sie bietet für jeden Bedarf und Anspruch das Richtige. Für Anfänger eignen sich kompakte Wohnmobile wie die beliebten Kastenwagen, erhältlich ab rund 600 Euro pro Woche mit allen Versicherungen inklusive. Für diese Fahrzeuge ist die Führerscheinklasse B (bis 1999 Klasse 3) ausreichend.

Diese fünf gängigsten Fahrzeugtypen stehen im Fokus:

  • Zu zweit unterwegs, unkonventionelles Reisen im Blick, dabei wendig im Straßenverkehr auch durch kleine Dörfer und Altstädte, eignet sich der Campingbus.

  • Etwas länger und höher, aber immer noch kompakt, lässt sich ein Kastenwagen bequem steuern und rangieren, ist dabei aber mit Küchenzeile und großem Bett komfortabler ausgestattet.

  • Teilintegrierte Fahrzeuge haben bisweilen schon Schlafmöglichkeiten für bis zu vier Personen, sind zwischen 6 und 7 m lang und geben ein großzügiges Raumgefühl auch dank mehrerer Dachluken und -fenster.

  • Vollintegrierte sind sozusagen die „Wohnzimmer auf Reisen“ und sprechen mit oft getrenntem Wohn- und Schlafbereich eher raum- und wohlfühl-orientierte Camper an.

  • Familien mit (mehreren) Kindern stehen auf Alkoven-Modelle mit Betten für die Kleinen im Überbau des Führerhauses und dazu großer Küche sowie Bad/WC mit Dusche.

Welcher Wohnmobil-Typ ist die richtig Wahl ?

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC SE

Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen vor der Anmietung überprüfen, ob der eigene Führerschein
dafür gültig ist. Wer zum ersten Mal ein Wohnmobil mietet, muss sich bewusst sein, dass es deutlich breiter ist als ein Pkw, was leicht zu Rempeleien mit Schrammen und Dellen führt.

Ganz wichtig: Vor einem Tunnel aus Sicherheitsgründen keinesfalls überholen! Fährt ein Lkw hier neben einem Wohnmobil, entsteht ein gefährlicher Unterdruck, der beide Fahrzeuge zueinander hinzieht.

Vor dem Urlaub kommt die Einweisung

Für die Übergabe des Wohnmobils genügend Zeit einplanen. Es dauert zwischen 30 Minuten und einer Stunde, bis sich der Mieter zum Beispiel mit Gas, Toilette oder Markise vertraut gemacht hat. Ein penibler Rundgang um das Fahrzeug, um vorhandene Schäden zu protokollieren und bestätigen zu lassen, ist laut ADAC Wohnmobilvermietung Pflicht – dabei auf keinen Fall das Dach vergessen.

Bei der Fahrzeugübergabe wird auch erklärt, wie die Versorgung des Frischwassertanks auf den Camping- und Stellplätzen funktioniert und wo und wie das Ab- bzw. Schmutzwasser aus dem Tank entsorgt wird. Außerdem wie Gas, Wasser und Strom im Wohnmobil für das Heizen, Kühlen und Kochen geschaltet und verwendet und wie Markise und Fahrradträger richtig bedient werden. Aufgrund der hohen, entspannten Sitzposition und den geraden Fahrzeugkanten sind Wohnmobile oftmals leichter zu fahren als moderne Autos.

Im Wohnmobil gilt außerdem der Grundsatz „Reisen statt rasen“. Eine Reisegeschwindigkeit zwischen 90 und 110 km/h schont Nerven und – dank des geringeren Verbrauchs – auch den Geldbeutel. Im Durchschnitt verbrauchen Wohnmobile 9 bis 14 Liter Diesel pro 100 Kilometer.

An den meisten Stationen kann das eigene Auto für die Dauer der Wohnmobilanmietung entweder kostenfrei oder gegen eine geringe Gebühr abgestellt werden.

Wohnmobil richtig packen

Auch das Packen für den Urlaub mit dem Wohnmobil will geplant sein, denn auch Decken und Bettzeug, Campingstühle und Tisch, Fahrräder sowie Geschirr und Kochutensilien können von Zuhause mitgenommen werden.

Leichtes Gepäck wie Kleidung kann problemlos oben in den Hängeschränken verstaut werden. Schwere Ladung wie Getränke, Konserven und Tetrapaks dagegen immer unten und am besten zwischen den Achsen lagern, damit beim Fahrzeug der Schwerpunkt stimmt. Das Gewicht der Zuladung summiert sich sehr schnell. Das maximale Gesamtgewicht, das in der Zulassungsbestätigung Teil 2 aufgeführt ist, darf nicht überschritten werden.

Achtung bei der Privatmiete

Wer sein Wohnmobil nicht vom professionellen Vermieter, sondern von einer Privatperson
mietet, muss darauf achten, dass es als Selbstfahrervermietfahrzeug zugelassen ist – sonst sind sämtliche Versicherungen bei einer Vermietung ungültig.

Nur noch Urlaub mit dem Wohnmobil?

Wer sich nach den ersten Campingeindrücken bereits fest binden möchte, der kann über die Anschaffung eines Wohnmobils – gebraucht oder neu – nachdenken. ADAC Mitglieder profitieren aktuell von günstigen Konditionen beim ADAC ab 2,79 % effektivem Jahreszins und langen Kreditlaufzeiten.

Hygiene während Corona

Alle Wohnmobile, die über die ADAC Autovermietung gebucht wurden, werden von den Partner-Unternehmen vor der Vermietung intensiv gereinigt, desinfiziert und gelüftet. Eine Stornierung oder Umbuchung bei bundesweiten Corona-Einschränkungen ist jederzeit möglich.

Destination: Aufgrund der Hygiene-Vorschriften und der Abstandsregeln sind die Kapazitäten auf den deutschen Campingplätzen begrenzt. Bei PiNCAMP, dem Camping-Portal des ADAC, können sich Reisewillige grundsätzlich über die Lage vor Ort informieren.

Die wichtigsten Tipps nochmal zusammengefasst

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC SE

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