Motorrad für den Urlaub mieten: Die wichtigsten Tipps

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Nach dem langen „Weggesperrt sein“ wünschen sich viele nur noch das Gefühl von Freiheit zurück. Perfekt dafür ist ein Ausflug oder gar ein ganzer Urlaub mit dem Motorrad. Wer sein Alltags-Bike mal gegen etwas Ausgefallenes eintauschen möchte oder gar kein eigenes Motorrad hat, für den ist die Miete ideal.

  • Rund 25 Verleihstationen des ADAC in Deutschland

  • Modelle aller Kategorien der Top-Marken

  • Anmietung auch direkt in 6 europäischen Ländern und in den USA

Allerdings ist einiges zu beachten, bevor man ein Motorrad leiht – ein Preisvergleich allein schützt nicht vor unangenehmen Kostenfallen.

Was muss man bei der Online-Buchung beachten?

Grundvoraussetzung für das Mieten eines Motorrades ist, dass man 21 Jahre alt ist und mindestens seit einem Jahr einen Motorradführerschein der Klasse A oder 1A hat. Der Besitz der Klasse 1A muss bei der Buchung mit angegeben werden, da es im Ausland hier teilweise Einschränkungen gibt. Außerdem muss man eine Kreditkarte besitzen, über die auch die Kaution hinterlegt wird. Diese beträgt modellabhängig zwischen 500 und 2.000 Euro pro Anmietung und Fahrzeug.

Unbegrenzte Kilometer sind bei der ADAC Autovermietung Standard. Ist dies bei anderen Anbietern nicht der Fall, sollten Urlauber am besten vorab überschlagen, wie viele Kilometer sie voraussichtlich fahren werden. Wenn sie die Inklusiv-Kilometer überschreiten, wird es meist überproportional teuer.

Optimal ist die Tankregelung "full-to-full". Mit vollem Tank abholen und mit vollem Tank zurückgeben. Dadurch lassen sich teils überhöhte Tankpauschalen vermeiden und Urlauber zahlen nur den tatsächlich verbrauchten Kraftstoff zu normalen Tankstellenpreisen. Wer auf Nummer sicher gehen will, tankt direkt vor dem Zurückgeben und legt bei der Rückgabe auf Nachfrage die Quittung vor.

Preisvergleich: Ist billiger besser?

Auf den ersten Blick können sich die Kosten für das Mietmotorrad deutlich unterscheiden. Doch der Preis allein ist nicht immer entscheidend. Wichtig ist neben der Qualität der Motorräder auch zu wissen, mit wem man überhaupt den Miet-Vertrag und vor allem die Versicherung abschließt.

Denn: Der Miet-Vertrag wird nicht mit Online-Portalen, sondern immer direkt mit dem Vermieter vor Ort geschlossen. Reklamationen müssen deswegen in der Regel auch direkt beim Vermieter platziert werden. Die ADAC Autovermietung ist für ihre Kunden hingegen immer der erste Ansprechpartner und vermittelt bei Reklamationen. Die Rollen der anderen Portale sind lediglich die Suche nach dem günstigsten Preis, der Vergleich von verschiedenen Angeboten und die Vermittlung des Kunden an den Vermieter.

Viele Preisvergleichsportale bieten zudem eigenständige Versicherungen an. Diese sind unabhängig vom Vertrag, der mit dem Vermieter abgeschlossen wird. Bei einem Schadenfall wird es dann kompliziert. Der Kunde muss z.B. beim Vermieter vor Ort erstmal die Selbstbeteiligung vorstrecken, das heißt in der Fachsprache „Verauslagungspflicht“. Danach müssen alle Belege beim Vermittler eingereicht werden, damit dieser dann eine Rückerstattung einleiten kann. Nicht nur in der Hochsaison kann die Bearbeitung dann einige Zeit in Anspruch nehmen.

Bei der ADAC Autovermietung ist das – als einzige Ausnahme – anders. Hier gibt es immer einen „echten“ Vollkaskoschutz ohne Selbstbeteiligung direkt vom Vermieter. Im Schadenfall muss sich der Kunde um nichts kümmern und auch nichts vorstrecken. Dieser Unterschied zwischen den Versicherungsangeboten ist auf den ersten Blick in den Portalen meist nicht zu erkennen, sondern steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB),
die der Kunde genau studieren sollte.

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Wie läuft eine Vermietung ab?

Die Abholung findet in der Regel nachmittags und die Rückgabe vormittags statt. Wer davon abweichen möchte, bzw. am Samstag sein Motorrad abholen oder zurückbringen möchte, muss das persönlich mit der jeweiligen Partnerstation abklären. Sonn- und feiertags ist keine Anmietung bzw. Rückgabe möglich. Ob das eigene Auto für die Zeit der Anmietung an der Station geparkt werden kann, sollte ebenfalls im Voraus nachgefragt werden.

Bei der Fahrzeugabholung immer penibel auf Vorschäden achten. Sind diese nicht im Übergabe-Protokoll vermerkt, muss der Mieter darauf bestehen, dass sie eingetragen werden. Ebenso sollte der Mieter bei der Rückgabe darauf bestehen, dass das Fahrzeug in seiner Anwesenheit auf Schäden geprüft und das Ergebnis schriftlich festgehalten wird

Was braucht man für die Motorrad-Miete?

Die richtige Kleidung erhöht nicht nur den Fahrkomfort, sondern verbessert auch die passive Sicherheit beim Motorradfahren. Neben Helm, Handschuhen und Schutzkleidung sind in unseren Breitengraden und je nach Witterung eine warme Funktionsunterbekleidung sowie ein Nierengurt bzw. Rückenprotektor empfehlenswert. Die Sichtbarkeit von Motorradfahrern wird durch kontrastreiche Kleidung besser. Ein Anti-Beschlag-Visier am Helm ist von Vorteil.

Und natürlich die mentale Einstellung: Zu Beginn ist eine defensive Fahrweise – zumal auf einer noch nicht genauer bekannten Maschine – besonders wichtig. Hier benötigt man eine gewisse Eingewöhnungszeit. Das Beschleunigungsvermögen sowie das Lenk- und Bremsverhalten des  Motorrads gilt es abzutasten und kennenzulernen.

Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad

Wer Jahre oder Jahrzehnte nicht mehr mit dem Bike unterwegs war, kann auch vor seiner Tour ein Fahrsicherheitstraining für Wiederaufsteiger absolvieren. Deutschlandweit gibt es Motorradtrainings auf neunundvierzig ADAC Fahrsicherheitstrainingsanlagen.

Was kostet es, ein Motorrad zu leihen?

Die Miettarife unterscheiden sich je nach Marke und Leistungsklasse. Eine Anmietung für ein Wochenende von Freitag bis Montag (inkl. Übernahme und Rückgabe) kostet zwischen rund 300 und 550 Euro. Für ADAC Mitglieder gibt es Rabatte von 3 % in Deutschland und 5 % im Ausland. Mit Wochenpreisen kann günstiger gemietet werden.

Enthalten ist immer ein Vollkaskoschutz mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von 500 bis 2.500 Euro pro Schadensfall. Die Kaution ist modellabhängig und beläuft sich auf 500 bis 2.000 Euro pro Anmietung und Fahrzeug. Anpassungen sind unter Umständen nach Rücksprache mit der Verleihstation möglich.

Wo kann man ein Motorrad in der Nähe mieten?

Die ADAC Motorradvermietung hält eine einfach Suche bereit, in der nach gewünschter Marke, Typ und Region gewählt werden kann. Eine Stationskarte erleichtert den Zugang zum nächsten Händler und Vermietpartner des ADAC

Wer seine Maschine nicht mit in den Auslandsurlaub nehmen kann oder möchte, aber dennoch eine kleine Tour in den Ferien plant, kann diese auch über die ADAC Motorradvermietung buchen.

In Kooperation mit Hertz Ride können verschiedene BMW-Motorradmodelle in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Slowenien, Österreich und den USA ganz einfach online angemietet werden, ja sogar ganze Motorrad-Touren gebucht werden. Die Touren sind mit und ohne Guide zu haben. Die ADAC Pannenhilfe ist übrigens bei der Anmietung immer inklusive. ADAC Mitglieder erhalten fünf Prozent Rabatt auf den offiziellen Preis. Das Mindestanmietalter ist modellabhängig und beginnt bei 21 Jahren.

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Wie plane ich am besten meine Motorrad-Tour?

Der ADAC bietet jede Menge Vorschläge und Unterstützung bei der Auswahl und Vorbereitung herrlicher Ausfahrten und Touren mit dem Motorrad. ADAC Maps hält den
speziellen Motorrad Tourenplaner bereit. Inspiration für schöne Motorradrunden in Deutschland, Österreich, Italien und Kroatien findet man hier. Zudem gibt es Betriebe, die auf Biker spezialisiert und zertifiziert ist, wenn man auf der Suche nach Hotelübernachtungen für Motorradfahrer ist.