Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

„Sieg am Computer fühlt sich fast so an wie ein Erfolg auf der Rennstrecke“

ADAC SimRacing Cup
© ADAC Südbayern

Tim Reiter fuhr erst virtuelle Rennen, dann war er auch auf der Strecke erfolgreich.
Er lobt den ADAC SimRacing Cup, der sich auch an Neueinsteiger richtet, und im Oktober startete.

Tim Reiter aus Ostfildern erinnert sich noch gut an sein erstes Rennen auf dem Nürburgring. Das war im vergangenen Jahr, als er sein Debüt im Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup gab. „Ich bin dort noch nie gefahren und war gleich vorne dabei.“ Im Qualifying lag er nur um Zehntel hinter den Besten. Reiter kannte jede Gerade, jede Kurve, jede Schwierigkeit. Mercedes-Arena, Dunlop-Kurve, Schumacher-S – er war allen Herausforderungen gewachsen. Warum? Der 21-Jährige hat sich das nötige Knowhow am Computer angeeignet, fährt seit Jahren SimRacing. Das sind virtuelle Rennen, bei denen man sich zuhause ein Cockpit mit Lenkrad und Pedalen einrichtet und gegen andere Fahrer antritt. „Das ist eine im Vergleich zum realen Motorsport deutlich kostengünstigere Möglichkeit, um Motorsport zu betreiben.“ Und: „Bei optimalem Equipment erlebst du annähernd das Gefühl eines echten Rennfahrers.“ Der Nachwuchspilot des ADAC Württemberg fuhr viele Jahre nur in der virtuellen Welt einen heißen Reifen, feierte Erfolge auf verschiedenen Plattformen. Erst als Jugendlicher wagte er sich auf die Rennstrecke. „SimRacing hat mir den Weg geebnet. Es hat mir ein Stück weit die fehlende Kart-Erfahrung ersetzt.“
Deswegen findet er nur lobende Worte für den neuen ADAC SimRacing Cup, der im Oktober startete und sich auch an Neulinge richtet. „Du kannst austesten, ob Motorsport das Richtige für Dich ist.“ Wer bei den virtuellen Rennen Feuer fängt, entwickelt irgendwann den Traum, in einem echten Rennauto zu sitzen, ist sich der Württemberger sicher. Natürlich müsse man ein wenig Talent mitbringen und Trainingsfleiß zeigen, um die Sportwagen in der virtuellen Welt erfolgreich über den Nürburgring oder den Rundkurs von Imola zu jagen. „Aber der Spaß kommt schnell. Und ein Sieg am Computer fühlt sich fast so an wie ein Erfolg auf der echten Rennstrecke.“

Der ADAC hat für seinen neuen Cup bewusst ein Einstiegslevel für Jedermann geschaffen. Eine Motorsport-Lizenz ist nicht erforderlich. „Der Cup ist auch für Neueinsteiger, die sich vorab ein wenig mit dem Thema befassen und ein bisschen trainieren“, erklärt Madeleine Heß vom ADAC Württemberg. Zwischen November und Januar stehen vier Events an (Zeitplan: https://adac-simracing-cup.de/teilnehmer/zeitplan/), bei denen es auf den virtuellen Rundkursen in Imola, Zandvoort, Zolder und auf dem Nürburgring um Punkte geht. Die Sieger erhalten am Ende der Saison Pokale und hochwertige Sachpreise.