So einfach geht's: Öl-Check und nachfüllen

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Im aktuellen Regionalmagazin immer dabei der ADAC Motorwelt lernen wir sie kennen, Anna Matuschek ist gelernte Kfz-Mechanikerin und gibt Schrauberkurse für Frauen. Heute ist sie für alle da, und zeigt uns wie wir einen Öl Check vornehmen und das Öl nachfüllen können. Aber zuerst klären wir die entscheidende Frage, wo finden wir eigentlich das Motoröl?

Öl-Check und Öl nachfüllen

Bild/Video: © ADAC Württemberg

Nicht nur vor dem Urlaub sollten Autobesitzer den richtigen Motoröl-Stand im Fahrzeug prüfen. Wer dieser Aufgabe nicht nachkommt, muss im schlimmsten Fall mit einem Motorschaden rechnen. Übrigens spielt das Alter des Autos beim Thema Motoröl prüfen keine Rolle.

Tipp

Ein guter Zeitpunkt den Check zu erledigen, ist zum Beispiel beim Auffüllen von Wisch-Wasser. Dann ist die Motorhaube bereits offen und der kleine Handgriff lässt sich gleich mit erledigen.

Wie prüfe ich das Motoröl?

Zuerst muss natürlich der Motoröl-Peilstab gefunden werden. Auch moderne Fahrzeuge verfügen in der Regel über dieses Bauteil. Im Idealfall ist es farblich gut erkennbar. Ansonsten hilft das Bordbuch bei der Suche nach dem Motoröl-Peilstab.

Zum Prüfen sollte das Auto möglichst gerade stehen. Um die regelmäßige Messung möglichst genau zu erledigen, prüft einfach immer an derselben Stelle (z.B. Garage, üblicher Parkplatz). Das Prüfen des Motoröls sollte auch immer im selben Betriebszustand stattfinden. Also entweder immer kalt, oder immer warm. Die Ergebnisse variieren sonst, was zu unnötiger Verwirrung führen kann.

Ready?

  1. Lappen oder Tuch bereit legen

  2. Öl-Peilstab komplett heraus ziehen

  3. Stab mit einem Tuch abwischen

  4. Motoröl-Peilstab wieder komplett einführen (wichtig!: Bis Anschlag)

  5. Stab herausziehen und sofort waagerecht halten

  6. Ergebnis des Öl-Standes ablesen

  7. Ist das Ergebnis zwischen Mitte und Maximal ist die Prüfung des Motoröles abgeschlossen

  8. Dann einfach den Öl-Peilstab wieder an seinen Platz schieben

Zu wenig Motoröl?

  1. Das richtige Motoröl bereitstellen. Welches Öl ins Auto gehört, steht auf dem kleinen Ölwechsel-Zettel im Motorraum, der letzten Ölwechsel-Rechnung, im Handbuch – oder kann im Zubehörhandel erfragt werden.

  2. Deckel im Motorraum öffnen. Der Öl-Verschluss ist in der Regel mit einem kleinen Kännchen-Symbol markiert.

  3. Lappen und eventuell kleinen Trichter parat stellen. Beim Nachfüllen sollte kein Öl daneben gehen. So werden Umweltbelastung und Gestank vermieden.

  4. Motoröl in 1/4-Liter Einheiten nachfüllen. Nach dem ersten großen Schluck etwa fünf Minuten warten und dann erneut die Prüfung mit dem Öl-Peilstab machen.

Zu viel Motoröl nachgefüllt? Was jetzt? Der ADAC Pannendienst hilft.

Zu viel Motoröl kann dem Motor ebenso schaden, wie zu wenig. Wer aus Versehen zu viel Schmiermittel einfüllt sollte auf keinen Fall mit dem Auto fahren. Dabei kann es zu Schäden im Verbrennungssystem und/oder am Katalysator kommen. Sollte das Malheur doch passieren hilft der ADAC Pannendienst. Mit einem speziellen Absauger wird das überschüssige Öl abgesaugt. Der Aufwand ist sehr überschaubar – nach wenigen Minuten kann die Fahrt dann problemlos weitergehen.

Endlich Autoversteher werden – Anna zeigt wie's geht in ihren Schrauberkursen für Frauen.

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