Fußball-Fans schaffen es dank ADAC Stauberater doch noch ins Stadion

Joachim Baumhauer und Dieter Mäurer halfen den Fußball-Fans in Stuttgart.
Joachim Baumhauer und Dieter Mäurer halfen den Fußball-Fans in Stuttgart.© Frank Eppler

Joachim Baumhauer und seine Kollegen der ADAC Stauberater sind die schnelle Eingreiftruppe. Bei einer Panne sind sie dank ihrer Motorräder schnell vor Ort. Ein wichtiger Job, vor allem auch während der EM.

Da staunen Fans und Security-Leute nicht schlecht: ADAC Stauberater Joachim Baumhauer darf mit seinem Motorrad die abgesperrten Straßen in der Stuttgarter City während der Fußball-Europameisterschaft befahren. Er hat einen Passierschein, der ihm dieses Recht einräumt. Das ist sinnvoll, schließlich agiert Baumhauer als verlängerter Arm der Polizei und der Verkehrsleitzentrale. Die Verantwortlichen dort können jederzeit das Handy des ADAC Mannes orten, um ihn schnell dahin zu schicken, wo es gerade brennt. „Es gibt zwar viele Kameras, die den Verkehr beobachten. Die sehen aber nicht alles.“ Also erhält Baumhauer einen Anruf und düst los. Er war bei zwei von bisher drei Spielen im Stuttgart im Einsatz und hat so manchen Fan zurück auf die Straße gebracht und damit den Weg ins Stadion doch noch geebnet.

Es war voll, es gab Pannen und Unfälle, aber kein Chaos, das manche befürchtet hatten.

Es war voll, es gab Pannen und Unfälle, aber kein Chaos, das manche befürchtet hatten.

Joachim Baumhauer, ADAC Stauberater©Frank Eppler

Vor allem an eine Gruppe ungarischer Anhänger erinnert sich Baumhauer. Sie waren mit ihrem Camping-Fahrzeug in einem Tunnel liegen geblieben, weil die Batterie streikte. Baumhauer leistete Starthilfe, die Fans fuhren jubelnd und Fahnen schwenkend Richtung Stadion. „Die waren so glücklich, dass sie es doch noch zum Spiel schaffen.“

Ausländische Anhänger jubeln über die Hilfe der ADAC Stauberater

Mehrfach erlösten Baumhauer und seine Stauberater-Kollegen Fußballfans, die eine Panne hatten und nicht weiterkamen. Darunter waren nicht nur Wohnmobile und Autos, sondern auch Motorräder, deren Batterien ebenfalls schwach auf der Brust waren. Vor allem ausländische Verkehrsteilnehmende seien überrascht von diesem Service gewesen. „Die waren oft ganz verdutzt, dass da so schnell jemand kommt und ihnen hilft.“ Beim Spiel Deutschland – Schweiz waren Baumhauer und zwei seiner Kollegen im Stadtgebiet unterwegs. „Es war voll, es gab Pannen und Unfälle, aber kein Chaos, das manche befürchtet hatten.“

Bei Unfällen arbeitet Baumhauer Hand in Hand mit der Motorrad-Staffel der Polizei. „Wir haben uns abgesprochen, wer welche Straßen absperrt.“ Von Verkehrsteilnehmenden und Fans habe er viel Lob erfahren. „Ich denke, es war auch eine gute Werbung für uns Stauberater.“ Baumhauer ist schon seit vielen Jahren mit von der Partie und hat so einiges mitgemacht. „Aber eine EM ist schon eine Besonderheit. Das erlebt man ja nicht alle Tage.“ Letztlich musste Baumhauer auch nicht auf die Spiele verzichten. Seine Einsatzzeit endete jeweils mit dem Anpfiff. Das Remis gegen die Schweiz hat er zuhause gesehen – und dabei an die Fans gedacht, die es dank seiner Hilfe an diesem Tag doch noch ins Stadion geschafft haben.

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