Bitte leise – die Aktionspartner

© ADAC Württemberg e.V.

Für überflüssigen Motorradlärm habe ich kein Verständnis. Mit der ADAC Kampagne wollen wir die Bikerinnen und Biker wachrütteln und auf die Nöte der Menschen in den lärmgeplagten Kommunen hinweisen. Wir wollen überzeugen. Klar ist freilich auch: wer sich nicht an die Regeln hält, wird konsequent kontrolliert und angezeigt.

Thomas Strobl, stv. Ministerpräsident und Innenminister von Baden-Württemberg©Steffen Schmid

Motorradlärm beeinträchtigt die Lebensqualität und Gesundheit von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Erholungssuchenden erheblich. Deswegen fordere ich von den Motorradfahrenden eine rücksichtsvolle Fahrweise. Sie haben den Motorradlärm wortwörtlich selbst in der Hand. Als Mitbegründer der Initiative Motorradlärm setze ich mich gemeinsam mit Thomas Marwein, dem Lärmschutzbeauftragten der Landesregierung, sowie Vertreterinnen und Vertretern lärmgeplagter Gemeinden und Kreise für eine Reduzierung des Motorradlärms ein. Unser Ziel ist es auch, die Lärmverursacher zu sensibilisieren, denn dieser Lärm ist völlig unnötig.

Winfried Hermann MdL, Minister für Verkehr Baden-Württemberg©Sebastian Berger

Repression und Prävention gehen immer Hand in Hand. Mit unseren Spezialistinnen und Spezialisten des Kompetenzteams Motorrad ist die Polizei landesweit bestens aufgestellt, um unzulässige Manipulationen an den Motorrädern zu erkennen. Gleichzeitig bringen wir mit der Schilderkampagne die Botschaften genau dahin, wo sie hingehören, nämlich an die Strecken wo der Lärm entsteht.

Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin Baden-Württemberg©Landespolizeipräsidium Baden-Württemberg

Natürlich ist eine Reduzierung des vom Motorradverkehr verursachten Lärms und damit eine Entlastung der hiervon Betroffenen ein Hauptanliegen. Dafür muss bei Motorradfahrern aus unserer Sicht noch immer ein stärkeres Problembewusstsein geschaffen werden. Denn jeder kann durch seinen Fahrstil erheblich auf die Geräuschentwicklung seines Fahrzeugs einwirken. Auch die stillschweigende Tolerierung der schwarzen Schafe in der Szene ist in unserer Wahrnehmung weiterhin ein großes Thema. Niemand soll das Motorradfahren verboten werden, wenn er sich an die Regeln hält und sein Hobby nicht zur Belastung für andere wird. Aber dafür müssen sich eben alle an die entsprechenden Regeln halten und Rücksicht auf die Interessen anderer nehmen.

Katrin Buhrke, Bürgermeisterin Forbach©ADAC Nordbaden/Michael Frank

Wir wollen bei den Motorradfahrern ein Problembewusstsein schaffen, damit ihr Hobby nicht zur Belastung für andere wird. Darüber hinaus appellieren wir an die herstellenden Unternehmen, freiwillig auf legales Soundtuning und ein hohes Geräuschniveau abseits des Prüfzyklus zu verzichten und ihre Produkte so geräuscharm wie nur möglich zu konfigurieren.

Karin Birthelmer, Verkehrsreferentin des ADAC Nordbaden e.V.©Foto Fabry

Allein im Regionalclubgebiet des ADAC Südbaden haben 84 Gemeinden insgesamt 175 Schilder geordert, was den Bedarf im besonders sensiblen Gebiet des Schwarzwaldes, des Kaiserstuhls, des Hochrheines mit den vielen Einpendlern aus der Schweiz und des Bodenseegebietes überdeutlich macht.

Alfred Haas, ehemaliges Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik, ADAC Südbaden e.V. (bis Juni 2021)©ADAC Südbaden e.V.

Im Straßenverkehr geht es nicht nur um Regeln, es geht auch um rücksichtsvolles Fahrverhalten. Wer das missachtet, schadet anderen. Mit unserer Kampagne wollen wir nicht ‚den Finger heben‘, sondern sensibilisieren, denn jeder Einzelne kann mit einem fairen Fahrverhalten Lärm reduzieren.

Carl-Eugen Metz, Vorstand Verkehr & Umwelt, ADAC Württemberg e.V.©Frank Eppler

Allein in der letzten Motorradsaison hatten wir über 500 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer wegen Geschwindigkeitsverstößen angezeigt und rund 120 technisch veränderte Motorräder aus dem Verkehr gezogen. Klar ist, die Polizei ist präsent und wird auch dieses Jahr wieder genau hinschauen

Peter Westermann, Polizeidirektor, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion des Polizeipräsidiums Offenburg©ADAC Nordbaden/Michael Frank

In manchen Regionen möchten Anwohnende und Reisende das Motorengedröhne der Zweiräder nicht mehr ertragen; die Toleranz erlischt und die Kritik richtet sich oft pauschal gegen alle Bikerinnen und Biker. Die einen wollen ihre Ruhe, die anderen den Sound von Motor und Auspuffanlage genießen. Beschwerden häufen sich und werden bei Behörden und Politik vorgetragen. Die Folge sind verstärkte Polizeikontrollen und im extremen Fall Streckenfahrverbote für Motorradfahrende. Die Aktion GIB ACHT IM VERKEHR verspricht sich von der ADAC Kampagne „Bitte leise“, dass die Motorradfahrenden für die Themen Geschwindigkeit und Geräuschbelästigung sensibilisiert werden. Denn nur durch gegenseitige Rücksichtnahme ist ein stressfreies und harmonisches Miteinander möglich!

Reinhold Faiß, Landeskriminalamt Baden-Württemberg Referat Prävention (KEV)©Landeskriminalamt Baden-Württemberg

Bei allem Verständnis für ein sicherlich schönes und in der Mehrheit angemessen ausgeübtes Hobby in unserer landschaftlich reizvollen Gegend, stellt Motorradlärm eine zunehmende Belastung dar. Die hohe Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger durch Kontrollen zu schützen ist daher unser Ziel. Drohende Konsequenzen hat dabei jeder Motorrad Fahrende selbst in der Hand: Mit Verstand und Rücksicht auf die Mitmenschen den Gasgriff betätigen und nur mit legalen Maschinen am Straßenverkehr teilnehmen!

Reinhard Renter, Polizeipräsident, Polizeipräsidium Offenburg©Polizeipräsidium Offenburg

Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer sind sich oft nicht bewusst, dass sie mit ihrem Fahrstil eine Verbesserung der Lärmsituation erreichen können. Dazu gehört, mit niedrigerer Drehzahl im Bereich von Ortschaften zu fahren, durch eine vorausschauende Fahrweise unnötiges Abbremsen und Beschleunigen vermeiden, Tempolimits einhalten und auf nachträgliches legales Soundtuning verzichten. Dafür werden wir im Sommer im direkten Austausch mit Motorradfahrerinnen und Motoradfahrern werben.

Thomas Hätty, Leiter Verkehr und Technik des ADAC Nordbaden e.V.©ADAC Nordbaden/Michael Frank

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